Advanced Distance Integration

Als Advanced Distance Integration (ADI) oder ADI-Blitzsteuerung bezeichnet man in der Fototechnik eine proprietäre Blitzlichtmessung, die ursprünglich von Minolta entwickelt wurde.

Inhaltsverzeichnis

Funktionsweise

Bei der ADI-Blitzsteuerung handelt es sich um ein Leistungsmerkmal von Computerblitzgeräten, bei dem Blitzlichtleistung durch einen TTL-Vorblitz an die Entfernung, das Umgebungslicht und die Reflexionseigenschaften des Motivs angepasst wird. Dies ermöglicht eine Blitzlichtmessung, welche die ungewollten Einflüsse der Umgebung reduziert oder ganz eliminiert.

Zu den praktischen Vorteilen der ADI-Blitzsteuerung gehört, dass erstmals ein hochpräzises Aufhellblitzen ohne manuelle Berechnungen möglich wurde.

Auch andere Hersteller wie Canon und Nikon haben mittlerweile Geräte mit vergleichbar komfortablen Blitzautomatiken auf den Markt gebracht, allerdings mit einer Verzögerung von einem knappen Jahrzehnt.

Systemblitzgeräte

Funktionen wie die ADI-Blitzsteuerung gehören zu den Alleinstellungsmerkmalen von Systemblitzgeräten, d.h. von computergesteuerten Elektronenblitzgeräten, die herstellerspezifische Erweiterungen der Steuerungs- und Automatisierungstechnik beinhalten. Minolta als im Blitzbereich seit den 90er Jahren technologisch führender Anbieter kann derartige Funktionen in Comsumer-Blitzgeräte integrieren, da das Unternehmen über umfassendes Expertenwissen aus der Herstellung von Handbelichtungsmessern und fotometischen Geräten verfügt.

Der Fremdanbieter Metz versucht mit seinem Anfang der 80er Jahre vorgestellten SCA-System, kameraspezifische Blitzsonderfunktionen über "intelligente" Adapter zu unterstützen.

Blitzgeräte mit ADI-Blitzsteuerung

Eine ADI-Blitzsteuerung bieten u.a. die Elektronenblitzgeräte Program Flash 5600 HS(D), Program Flash 3600 HS(D) sowie Program Flash 2500 (D) von Konica Minolta.

Siehe auch

Weblinks



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