Anti-Shake-System

Das Anti-Shake-System ist eine mechanische Bildstabilisierung zur Vermeidung von verwackelten Fotos bei Digitalkameras von Konica Minolta.

Funktionsweise

Im Gegensatz zur optischen Bildstabilisierung werden beim Anti-Shake-System nicht Objektivlelemente zum Ausgleich der Wackelbewegung bewegt, sondern der CCD-Sensor selbst.

Zwei Gyroskopsensoren messen dabei die Bewegungsrichtung und Beschleunigung der Bewegung des Fotoapparates beim Auslösen. Ein Mikroprozessor errechnet hierbei die Korrekturbewegungen, mit denen Piezomotoren den CCD verschieben.

Die alte Fotografenregel Belichtungszeit = 1 geteilt durch Brennweite in mm, z. B. 200 mm Brennweite (Teleobjektiv) = 200stel Sekunde Belichtungszeit gilt daher nicht mehr, der Hersteller verspricht in diesen Fall eine 60stel Sekunde. Aber auch in Dämmerungsituationen kann man jetzt eine längere Belichtungszeit wählen oder auch schon mal auf das Blitzlicht verzichten, um die Abend-, bzw. Nachtstimmung nicht zu stören.

Verwendung

Zur Zeit (Stand August 2004) wird das System bei einigen Digitalkameras von Konica Minolta (Dimage A1, Dimage A2m Dynax 7D u.a.) eingesetzt. Der praktische Vorteil dieses Systems gegenüber Objektiv-basierten Formen der Bildstabilisierung besteht in der Kostenersparnis: An einer Anti-Shake-fähigen Kamera sind prinzipiell alle vorhandenen Wechselobjektive zur Bildstabilisierung kompatibel, es muss also nicht die gesamte Objektivpalette ausgetauscht werden.

Siehe auch




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