Bajonettverschluss

Als Bajonettverschluß bezeichnet man eine Vorrichtung zum leicht lösbaren Verbinden zweier Teile in der Richtung ihrer Längsachse.

Funktionsweise

Der eine Teil, welcher über den andern geschoben wird, besitzt einen Längsschlitz, an dessen Ende sich rechtwinklig ein kurzer Querschlitz ansetzt. Der andere Teil besitzt dagegen einen Knopf, der in den Querschlitz eingeführt wird und dann die feste Verbindung bewirkt.

Die Verbindung erfolgt über eine Steck-Dreh-Bewegung: Die beiden zu verbindenden Teile werden ineinandergesetzt; annähernd senkrecht zur Steckrichtung sind in beiden Teilen an der Verbindungsstelle längliche Erhebungen angebracht. Diese laufen jedoch nicht rundum, sondern sind unterbrochen (sonst wäre das ineinander-stecken nicht möglich). Da die Erhebungen nun leicht schräg in der Ebene senkrecht zur Steckrichtung liegen, werden durch eine Drehbewegung beide Teile gegeneinandergepresst. Der Bajonett-Verschluss arbeitet also wie ein Gewinde. Manchmal (zum Beispiel bei Kamera-Objektiven) wird zur Sicherung der Verbindung zusätzlich eine Raste verwendet. Alternativ zum Verfahren der ineinandergreifenden Schienen kann auch eine entsprechend geformte Einbuchtung am einen und eine Ausbuchtung am anderen Teil verwendet werden (z.? B. bei BNC-Steckverbindern).

Verwendung

Die Funktionsweise von Bajonettverschlüssen orientiert sich an Art der Verbindung, mit der ursprünglich Bajonette an Gewehren befestigt wurden. Bajonettverschlüsse finden sich heute beispielsweise an

` Auch die Schlauchkupplungen bei Feuerwehrschläuchen sind üblicherweise mit einem Bajonett-Verschluss zusammen zu kuppeln.

Siehe auch




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