Bewegungsunschärfe

thumb|rechts|280px|Bewegungsunschärfe des Hintergrunds durch Nachführen der Kamera

Als Bewegungsunschärfe (engl. Motion Blur) bezeichnet man in der Fotografie eine zonal begrenzte Unschärfe in Bildern bewegter Objekte.

Die Bewegungsunschärfe kann vom Fotografen bewusst als fotografischer Effekt eingesetzt oder auch ungewollt, also als Bildfehler auftreten. Je nach Kameraführung kann dabei das bewegte Objekt oder der Hintergrund unscharf dargestellt sein.

Inhaltsverzeichnis

Technischer Hintergrund

Bewegungsunschärfe entsteht durch eine merkliche Bewegung der fotografierten Objekte während der Belichtung.

Den Haupteinfluss auf die Bewegungsunschärfe haben dabei die relative Geschwindigkeit des bewegten Objektes im Zusammenspiel mit der Belichtungszeit; durch eine kürzere Verschlusszeit kann Bewegungsunschärfe reduziert oder ggf. auch ganz vermieden werden.

Hintergrundunschärfe entsteht durch das zusätzliche Nachführen der Kamera mit einem bewegten Objekt. Hintergrundunschärfe und Bewegungsunschärfe sind nicht zu verwechseln mit dem Verwackeln.

Synthetische Bewegungsunschärfe

In allen modernen Bildbearbeitungsprogrammen wie Adobe Photoshop, Ulead Photo Impact, PhotoLine 32, JASC Paint Shop Pro oder auch The GIMP lassen sich synthetische Bewegungsunschärfe-Effekte durch Filter hervorrufen; in Macromedia Flash kann Bewegungsunschärfe auch durch ActionScript erzeugt werden.

In einem gewissen Grad kann Bewegungsunschärfe zum Zwecke der Bildrestauration auch durch spezielle Filteralgorithmen reduziert oder beseitigt werden; siehe dazu Newton-Raphson-Algorithmus und Wiener-Filter.

Siehe auch

Weblinks



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