Bildstabilisator

Einige Spiegelreflex-Objektive enthalten Systeme die dafür sorgen, dass Bewegungen der Kamera beim Fotografieren ausgeglichen werden. Bei der Bildstabilisation werden bewegliche Linsengruppen (z.B. in Öl schwimmend) eingesetzt. Sensoren ermitteln die vertikale und horizontale Bewegung des Objektivs und steuern die Gegenbewegung der optisch stabilisierten Linsengruppe. So entstehen erst bei größeren Bewegungen Unschärfe-Effekte, damit können bis zu drei Blendenstufen für die Freihandfotografie gewonnen werden. Die Nachteile sind gering. Die Scharfstellung dauert teilweise etwas länger und der Stromverbrauch der Kamera ist höher. Meistens kann der Bildstabilisator (Image Stabilizer) auch ausgeschaltet werden. Das ist dann z. B. sinnvoll, wenn von einem Stativ aus fotografiert wird oder Mitzieheffekte erzielt werden sollen. Erstmals wurde ein optischer Bildstabilisator im Fotobereich von Canon beim 75-300 IS Telezoom vorgestellt. Zuvor hatte Canon das System bei seinen Videokameras erfolgreich eingeführt.

Diese Technik wird hauptsächlich bei teueren Objektiven mit langen Brennweiten eingesetzt. Mittlerweile haben auch die ersten "Nicht-SLR-Digitalkameras" solche Systeme, wie z.B. die KonicaMinolta Dimage A Kameras, wobei die A1 und die A2 ein anderes System nutzen: Hier wird nicht das Objektiv stabilisiert, sondern der bildgebende Sensor. Dieser ist mit Hilfe von Piezo-Motoren beweglich aufgehängt und kompensiert die Bewegung der Kamera.

Auch die Panasonic-Modelle der Lumix FZ-Baureihe verfügen über einen optischen Bildstabilisator.

Bei den digitalen Videokameras gibt es eine ähnliche Funktion auch sehr häufig. Hier wird aber sowohl auf elektro-optische als auch auf rein elektronische Systeme gesetzt. Das Wackeln wird beim einfachen elektronischen Bildstabilisator im Prinzip nur "herausgerechnet", damit verschlechtert sich aber die Bildqualität.


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