Blendenreihe

Blendenreihe ist ein Begriff aus der Fotografie, sie besteht aus den möglichen Öffnungen einer Blende.

Inhaltsverzeichnis

Blendenzahl

Bei den Blendenzahlen handelt es sich um relative Werte, die sich durch Division der Brennweite durch den optischen Objektivdurchmesser ergeben. Der Wert bei voll geöffneter Blende wird als Lichtstärke bezeichnet. Ein Objektiv mit Blende 2 hat bei 50 mm Brennweite einen Objektivduchmesser von 25 mm, ein 135 mm Teleobjektiv hat dagegen bereits einen Durchmesser von 67,5 mm. Deshalb werden Objektive mit längerer Brennweite im allgemeinen mit geringer Lichtstärke gefertigt oder sind bei hoher Lichtstärke überproportional teurer.

Heutige Blendenreihe

Die heute gebräuchliche Reihe lautet:

1 - 1,4 - 2 - 2,8 - 4 - 5,6 - 8 - 11 - 16 - 22 - 32 - ...

Jede Zahl wird aus der vorhergehenden durch Multiplikation mit der Wurzel aus 2 berechnet und gerundet.

An der Blendenreihe kann man die Lichtmenge, die durch die Blende fällt, abschätzen. Da der Durchmesser jeweils um etwa Wurzel aus Zwei wächst, wird die aktive Fläche verdoppelt. Ein voller Schritt in der Blendenreihe entspricht daher der Verdopplung der Lichtmenge. Damit verdoppelt und halbiert sich auch die Belichtungszeit, für den Fall dass das Bild gleich belichtet werden soll.

Es ist auch möglich die Reihe der Zwischenwerte anzugeben:

1,2 - 1,8 - 2,4 - 3,5 - 4,8 - 6,5 - 9,5 - 13 - 19 - ...

Sie hat die gleichen Eigenschaften wie die Reihe der vollen Werte.

Alte Blendenreihe

Die vor dem Zweiten Weltkrieg übliche sogenannte alte Blendenreihe verwendete die Blendenzahl 3,2 (Wurzel aus 10) als Basis und hatte folgende Stufung:

1,1 - 1,6 - 2,2 - 3,2 - 4,5 - 6,3 - 9 - 12,5 - 18 - 25 - 36 - 50 - 71 - 100

Eine Besonderheit weist die Blendereihe der Minolta-Flex (1936), einer zweiäugigen Spiegelreflexkamera für Rollfilm vom Typ 120 und dem Aufnahmeformat 60x60 mm: Auf ihr ist eine Mischung der "alten" und "neuen" Blendenreihe eingraviert:

3,5 - 4,5 - 5,6 - 8 - 11 - 16 - 25

Siehe auch



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