Blitzanlage

Die Blitzanlage ist die professionelle Variante des Blitzgerätes. Sie wird zur gesteuerten Ausleuchtung von Objekten benutzt.

Blitzanlagen bestehen meist aus drei Teilen: Blitzgenerator, Blitzkopf oder Lampenkopf und Lichtformer; hinzu kommt meist noch ein Stativ, auf dem die Blitzköpfe montiert sind, sowie ein Blitzsynchronkabel oder eine Fotodiode zum synchronisierten Auslösen.

thumb|Blitzkopf des Nieber Profi-Flashlight SB-250 aus DDR-Produktion Im Blitzgenerator wird die für den Blitz nötige Energie aus dem Netzstrom in Kondensatoren in höhere Spannung (ca. 500 Volt) umgewandelt und gespeichert. Durch Steuerelektronik wird sie beim Auslösen in der gewünschten Menge an den Blitzkopf abgegeben. Dort wird der elektrische Strom durch Gasentladung in Licht umgewandelt. Bei den meisten Blitzanlagen steht noch ein Dauerlicht ("Einstell-Licht" oder "Pilotlicht") zur Verfügung, um den Lichteinfall, Schattenwurf und Kontrast beurteilen zu können.

Die Lichtformer werden am Lampenkopf angebracht, um verschiedene Lichtcharaktere zu erzeugen. Es gibt u.a. Lichtleitkabel zur Beleuchtung kleinster Objekte, Parabol-Reflektoren, Fresnellinsen-Scheinwerfer und Lichtwannen. Bei "Kompaktgeräten" sind Generator und Lampenkopf in einem Gehäuse vereint, bei vielen Lichtformern sind die Blitzröhren fester Bestandteil des Lichtformers.

Bei modernen Blitzanlagen lassen sich Lichtmenge, Farbtemperatur und Abbrennzeit einzeln regeln. Die in den Kondensatoren gespeicherte elektrische Energie kann über mehrere Wochen gespeichert bleiben. Daher ist das Öffnen von Blitzgeneratoren und Kompaktgeräten nicht ungefährlich.



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