Blitzsynchronisation

Als Blitzsynchronisation bzw. Synchronblitz wird das automatische Synchronisieren des Zündens eines Blitzgeräts mit dem Ablauf des Verschlusses bezeichnet; diese Synchronisation bewirkt, dass der Verschluss während der Leuchtdauer des Blitzes das volle Filmfenster aufdeckt. Durch die Konstruktion des Schlitzverschlusses ist diese Zeit nur relativ lange (Synchronzeit); typische Synchronzeitenliegen im Bereich zwischen 1/60 und 1/250 Sekunde. Zentralverschlüsse mit M- oder X-Synchronisation erlauben dagegen kürzere Synchronzeiten (bis ca. 1/500 sec).

Moderne Systemblitzgeräte der verbreiteten Kamerasysteme vereinfachen die Blitzlichfotografie durch zahlreiche Automatismen und Erweiterungen; sie ermöglichen Blitzsynchronzeiten von bis zu 1/12000 Sekunde (z.B. Kurzzeit-Blitzsynchronisation (HSS) bei der Minolta Dynax 9 mit dem Programm-Blitzgerät 5400 HS) sowie die drahtlose Blitzfernsteuerung, die Synchronisation auf dem zweiten Verschlussvorhang und stroboskopisches Blitzen. Durch diese extrem kurzen Synchronzeiten wird ein Aufhellblitzen in nahezu jeder Situation möglich. Einige Kameras verfügen auch bereits über eingebaute, getrennte TTL-Belichtungsmeßsysteme für Blitz- und Dauerlicht; ein Blitzbelichtungsmesser wird dadurch zwar nicht überflüssig, das Gerät wird jedoch deutlich seltener benötigt.

Wird die Synchronbuche zum Anschluss von Studio- oder Spezialblitzgeräten verwendet, können keinerlei automatische Funktionen von Systemblitzgeräten genutzt werden, da diese keine Übertragung zusätzlicher Steuerinformationen zulässt.

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