Canon ION

Canon ION ist die Marketingbezeichnung für Still Video Cameras der Canon RC-Modellreihe, die zwischen etwa 1984 und 1992 am Markt war. Es handelt sich dabei um die ersten kommerziell erhältlichen Vorläufer der heutigen Digitalkameras.

Die kompakten Still-Video-Kameras verfügten typischerweise über ein 1/2-Zoll-CCD mit einer Auflösung von 230.000 bis 600.000 Pixeln, Autofokus, Belichtungsautomatik mit Verschlusszeiten zwischen 1/500 und 1/30 Sekunde, ein Zoomobjektiv mit einem Brennweitenbereich von 8 bis 24 mm (entsprechend etwa 43 bis 103 mm bei Kleinbild), lieferten ein farbiges PAL-Videosignal.

Die Kameras wurden zusammen mit einem Digitizer (sog. Frame Grabber) für den PC ausgeliefert, da es damals noch keine standardisierten Grafikformate für digitale Bilder gab; die magnetisch gespeicherten Bilder mussten für die Bildverarbeitung also erst digitalisiert werden. Die Kameras kosteten in der Grundausstattung über DM 50.000,- (umgerechnet rund 25.500 Euro).

Geschichte und Entwicklung

Bereits 1984 erfolgte die Bildberichterstattung einer Japanischen Zeitung von der Eröffnung der Olympischen Spiele in Los Angeles durch eine Canon RC-701 Still-Video-Camera.

Die ersten mit einer still-Video-Kamera aufgenommenen Fotos wurden 1987 auf der Titelseite der Zeitung USA Today veröffentlicht; die Sportfotografien wurden mit einer Canon RC-701 von Tom Dillon fotografiert und wurden mittels Datenfernübertragung zwölf Minuten nach der Aufnahme in die Zeitungsredaktion übertragen.

Mitte der 90er Jahr wurde die RC-Modellreihe durch die Canon PowerShot-Kameras abgelöst, die bis heute weitergeführt wird.

Modelle

Weblinks



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