Chemogramm

Obwohl sie mit Materialien aus der Fotografie hergestellt werden, handelt es sich bei Chemogrammen nicht um Fotos. Vielmehr werden die chemikalischen Eigenschaften von Entwickler, Fixierer und Fotopapier genutzt, um mit ihnen bei Tageslicht Bilder zu malen.

Bei dieser Technik entstehen verblüffende und sehr ansprechende Bilder. Da keine Dunkelkammer benötigt wird, lässt sich relativ schnell und ohne großen Aufwand mit Chemogrammen arbeiten. Chemogramme wirken gerade auf Kinder wie "Zauberbilder" und sind ohne großen Aufwand herzustellen.

Eine Weiterentwicklung der Chemogramme sind die Fotobatiken.

Herstellung von Chemogrammen

Beim Chemogramm wird mit Entwickler oder Fixierer direkt auf das Fotopapier gemalt. Da dies bei Tageslicht geschieht, reagiert das Fotopapier sofort mit den jeweiligen Chemikalien. Die Flüssigkeiten können mit Pinseln, Wattestäbchen etc. aufgebracht oder auch mit Strohhalmen verblasen werden. Wird mit Entwickler gemalt, so verfärbt sich das Papier sofort schwarz, danach wird es kurz abgespült, fixiert und schlußgewässert. Beim Auftragen des Fixierers ist lediglich nur eine kleine Hellerfärbung des Papiers zu sehen. Nach einer Einwirkungszeit von ca. einer Minute wird das Papier in die Entwicklerwanne gelegt. Man kann erkennen, wie sich die unbemalten Flächen schwärzen. Danach muss es natürlich wieder gewässert, fixiert und schlußgewässert werden.



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