Chronofotografie

Die Chronofotografie oder Hochgeschwindigkeitsfotografie ist ein Teilgebiet der Fotografie welches sich mit der fotografischen Aufnahme von schnellen Bewegungen beschäftigt. Beispielsweise Bewegungen von Tieren und Menschen, eine Gewehrkugel im Moment des Einschlags, ein Ballon im Moment des Platzens. Ziel ist es Bewegungen in mehreren Phasen "einzufrieren", um sie für das träge menschliche Auge sichtbar zu machen.

Die Pioniere der Chronofotografie entwickelten erste Methoden Serienaufnahmen zu machen, um die einzelnen Phasen von Bewegungen zu untersuchen. Eadweard_Muybridge (alias Edward Muggeridge) gelang 1878 so der Nachweis, dass ein Pferd im Galopp kurzzeitig mit allen vier Hufen vom Boden abhebt. Diese frühen Serienaufnahmen lieferten wichtige Impulse für die Entwicklung der "bewegten Bilder" des Kinofilms.

Durch die technische Entwicklung in der Kamera-Verschlusstechnik und bei Filmmaterialien haben sich die Möglichkeiten schnelle Motive und ihre Bewegung mit handelsüblichen Kameras aufzunehmen stark verbessert. Verschlusszeiten von 1/4000 Sekunde sind heute bei erschwinglichen analogen Spiegelreflexkameras durchaus üblich.

Bei noch kürzeren Belichtungszeiten wird von Kurzzeitfotografie gesprochen. Mit der Kurzzeitfotografie tritt man bei analogen Filmmaterialien in Bereiche ein, in denen durch den Kurzzeiteffekt die Belichtung korrigiert werden muss.

So kurze Belichtungszeiten lassen sich realisieren, indem man bei geöffnetem Kameraverschluss in einem abgedunkelten Raum als einzige Lichtquelle ein Blitzgerät verwendet. Die kurze Leuchtdauer des Blitzes (typisch 1/1000s bis 1/30.000s) friert die Bewegung ein. Die korrekte Belichtung wird in diesem Fall durch eine Belichtungsreihe ermittelt. Mit Hilfe eines Stroboskopblitzes lassen sich nach diesem Prinzip mehrere Bewegungsphasen in einer Aufnahme darstellen (Mehrfachbelichtung).


Pioniere der Hochgeschwindigkeitsfotografie

Siehe auch

Weblinks



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