Chronofotografische Flinte

Die chronofotografische Flinte (auch bekannt als fotografisches Gewehr) ist eine Erfindung des französischen Physiologen Étienne-Jules Marey aus dem Jahr 1883, die das Visieren und Fotografieren von im Raum bewegten Objekten erlaubte.

Eadweard Muybridges (eigtl. Edward James Muggeridge) Bewegungsstudien in Animal locomotion (1877) und The Human Figure in Motion waren in aufwändigen Versuchsanordnungen mit zunächst 12, später 24 und schließlich bis zu 30 Kameras entstanden. Die chronofotografische Flinte reduzierte diesen Aufwand, indem eine ganze Serie von Belichtungen auf einer einzigen Platte festgehalten wurden. Eine später entwickelte verbesserte Version der chronofotografischen Flinte konnte dann sogar für jede Bewegungsphase ein eigenes Bild aufzeichnen.

Mareys Erfindung basierte auf dem astronomischen Revolver des französischen Astronomen Pierre Jules César Janssen von 1874.

Die chronofotografische Flinte, der chronofotografische Projektor (1889) und Muybridges Zoopraxiscop (1879) gelten als unmittelbare Vorläufer zur Erfindung des Kinematografen.

Weitere fotografische Gewehre

In der UdSSR fertigten die Kamerawerke Krasnogorsk ab Mitte der 60er Jahre ein Fotogewehr unter der Bezeichnung Photo Sniper Zenit 12S mit verschiedenen Varianten. dabei handelte es sich allerdings nicht um eine chronofotografische Kamera, sondern um ein Spezialmodell mit Teleobjektiv und integriertem Schulterstativ.

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