Eberhard Grames

Eberhard Grames (* 1953 in Essen) arbeitet als freier Fotograf. Er ist Mitglied der Autorengruppe Bilderberg.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Von 1972-1976 studierte er in Köln Völkerkunde und Kunstgeschichte. Sein bevorzugtes Gebiet war zuerst die Landschaftsfotografie in Farbe, weshalb er ausgedehnte Reisen in den 70er und 80er Jahren u.a. nach Island, in die USA und nach Japan unternahm. Auf späteren Reisen, die ihn außerdem nach China, Rußland und Australien führten, widmete er sich auch dem Stilleben als Mittel der Berichterstattung und dem Portrait. Dabei ist ihm immer auch der völkerkundliche Aspekt wichtig, Reportagen über aussterbende oder sich wandelnde Kulturen sind wesentlicher Teil seines Sujets.

Strenge Komposition und starke Reduktion der Farben kennzeichnen seinen Stil, den er auch bei Großformat oder digitalen Bearbeitungen pflegt. Zwei Bände mit Schwarz-Weiß-Stilleben zeugen von der Akribie, die er seinen filigranen und oft aus exotischen Kleinigkeiten komponierten Stilleben angedeihen läßt.

Erstmalige internationale Beachtung fand seine Arbeit über Menschen und Ruinen in Osteuropa (Ausstellung 1991 im MoMA, New York).

Besonders hervorzuheben ist seine 1987-1993 entstandene "Ballade von Rita Tushingham". Mit diesem Buch schuf er ein in der Fotoliteratur einzigartiges Werk, das in einem bibliophil gestalteten Band in einem Querschnitt seiner schöpferischen Fähigkeiten die Themen Märchenessay, Poesie, Album, Portrait, Landschaftsfotografie und Stilleben genial vereint.

1982 gehörte Eberhard Grames zu den Gründungsmitgliedern der Fotografen-Agentur Bilderberg.

Werke

Literatur

Weblinks




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