Eliot Porter

Eliot Furness Porter (* 1901 in Winnetka, Illinois; ? 2. November 1990) war ein amerikanischer Fotograf.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Eliot Porter studierte, promovierte und dozierte auch an der Harvard-Universität im Bereich der Biochemie. 1939 entdeckte Alfred Stieglitz sein Talent und arrangierte für ihn eine Fotoausstellung. Erstmals 1941 und wiederum 1946, als Porter beruflich ins Massachusetts Institute of Technology in das Strahlenlabor gewechselt hatte, erhielt er jeweils ein Guggenheim-Stipendium für ein Fotoprojekt. 1971 wurde er zum Fellow of the American Academy of Arts and Science ernannt.

Seit 1946 lebte er in Santa Fe, wo er 1990 starb.

Werk

Eliot Porter ist mit seiner Natur- und Landschaftsfotografie bekannt geworden. Schon als Junge begann er, sich für die Natur zu interessieren und Vögel zu fotografieren. Die Leidenschaft für Strukturen und Muster, für das Unregelmäßige und Chaotische, aber auch die fraktalen Strukturen in der Natur setzte er in immer professionellere Bilder um. Dies ist nicht nur an der präzisen Aufnahmetechnik (oft Großformat) und exakten Lichtführung erkennbar, sondern auch an den exzellenten Abzügen. Während seine ersten Arbeiten oft in Schwarz-Weiß gehalten waren, begann später für ihn die Farbe sehr wichtig zu werden.

Seine Bilder drücken sein Credo aus, dass Natur immer Unordnung und Chaos ist, dass aber durch den Blick des Fotografen Ordnung und Harmonie sichtbar gemacht werden können. Ein Bild muss seiner Meinung nach so interessant sein, dass man jedesmal, wenn man es betrachtet, wieder etwas Neues entdecken kann. Dieses Ziel hat er mit vielen seiner Bilder erreicht: Obwohl sie oft landläufig "uninteressante" Motive abbilden, wie unordentliches Herbstlaub, ein paar Steine im fließenden Wasser eines Baches oder den Ausschnitt einer blühenden Wiese, sind sie von besonderer Spannung, aber auch Detailgetreue und Ausgewogenheit geprägt und schaffen es, dem Betrachter im wahren Sinn des Wortes die Augen zu öffnen.

Zu seinen Förderern gehörte unter anderem Beaumont Newhall, der zur Zeit des Kennenlernens 1938 bereits Leiter der Abteilung Fotografie im Museum of Modern Art war. In späteren Jahren baute der Erfinder und selbst als Fotograf bekannt gewordene H. Edgerton für Eliot Porter einen Stroboskop-Blitz, damit er Vögel in verschiedenen Flugphasen erfassen konnte. Eliot Porter fotografierte auf Reisen auch in Island und Griechenland, auf den Galapagosinseln und in der Antarktis. Die Bilder des Grand Canyon, den er über Jahrzehnte immer wieder aufsuchte, gehören zu den Klassikern der amerikanischen Landschaftsfotografie.

Literatur

Weblinks


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