Die Ferrotypie (Tintype, Melainotypie oder Blechfotografie) ist ein fotografisches Direktpositiv-Verfahren, das zwischen 1855 und den 30er Jahren verwendet wurde.
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Die Ferrotypie basiert auf einer knapp belichteten und entwickelten jod- und bromsilberhaltigen Kollodiumschicht, die unter Wasser von der Glasplatte gelöst und auf eine schwarze Wachsleinwand übertragen wird. Das Negativ erscheint aufgrund des Dunkelfeldprinzips vor einem dunklen Hintergrund als Positiv. Bei diesem Verfahren wird also das Unikat genutzt.
Die preiswerten Ferrotypien wurden in ein Album eingeklebt oder mit der Post verschickt; sie wurden rasch populär und traten vor allem als Schnellfotografie und als Jahrmarktattraktion auf.
Die Ferrotypie wurde 1856 von Hamilton L. Smith erfunden.
Im 20. Jahrhundert wurde das manuelle Verfahren durch Automaten ersetzt. Einen ersten solchen mechanisch betriebenen Automaten konstruierte Conrad Bernitt in Hamburg im Jahr 1894; der Bosco-Automat wurde über Jahrzehnte weltweit genutzt und gilt als Vorläufer der heutigen Passbild-Automaten.