Fotokopie

Eine Fotokopie ist strukturell gesehen ein Druck von einer zuvor gescannten Vorlage, siehe auch Xerographie.

Das Wort Kopie kommt wohl ursprünglich aus den Klöstern, wo händische Abschriften von Büchern angefertigt wurden, da sowohl der Buchdruck an sich, als auch der Buchstabensatz noch nicht erfunden waren. Der erste Wortbestandteil "Foto" bezeichnet die Möglichkeit, jedwede Vorlage zusätzlich zu einfachem Text vervielfältigen zu können.

Vorteilhaft bei Kopierern ist die Integration der Bildaufnahme und -wiedergabebsysteme in ein Gerät, welches meist über eine Taste bedient wird. Die Einfachheit der Bedienung und die schnelle Vervielfältigung von beliebigen (Schrift-)Dokumenten oder bildlichen Vorlagen hat die Möglichkeit der privaten Vervielfältigung revolutioniert. Gerade der aufwands- und preisreduzierte Zugang zu einem Vervielfältigungssystem wird wohl einen sehr starken Effekt auf Mitteilungs-, Verständigungs- und Verbreitungsformen gerade auch der unteren und mittleren Schichten gehabt haben und noch immer haben.

Fotokopien sind nicht archivfest: Insbesondere leiden sie unter Druck (in einem Papierstapel) oder in Klarsichthüllen: Der Toner kann sich, ebenso wie an einer Knickstelle, ablösen und übrig bleiben lediglich Reste von Schrift oder Bild. Verschiedene Gutachten bescheinigen den gewöhnlichen Kopien zwar eine Archivfestigkeit über 50 Jahre, aber alle Erfahrungen belehren den Nutzer, dass die Gutachten von der Praxis als nicht zutreffend abqualifiziert werden.


Im Zuge der Digitalisierung und der Farbkopierer sind viele Möglichkeiten zur Beeinflussung der Vorlage gegeben; viele Kopierer lassen sich vom Computer auch als Drucker ansteuern oder bieten ihrerseits Bildbearbeitungswerkzeuge, die es ursprünglich nur in Computern gab: die Grenzen zwischen diesen beiden Produktkategorien verschwinden zusehends.

Siehe auch: Kopie, Druck, Vervielfältigung, Flyer, Schülerzeitung, Bürgerinitiative




Dieser Artikel von Wikipedia unterliegt der GNU FDL

zurück zum Index