Gegenlichtblende

Bei der Gegenlichtblende handelt es sich um einen trichter- oder röhrenförmigen Objektivvorsatz, der die Frontlinse des Objektives vor seitlich auftreffendem Licht abschirmen soll.

Der Begriff "Gegenlichtblende" ist von daher eher missverständlich, da man das Linsensystem selbstverständlich nicht gegen frontal einfallendes Licht, dem Gegenlicht, schützen kann. Dieses Licht befindet sich im fotografischen Strahlengang des Objektivs, der jedoch immer freigehalten werden muss. Korrekt wäre also die Verwendung des Begriffs Streulichtblende.

Dagegen lässt sich mit einer Gegenlichtblende seitlich einfallendes Licht vom Linsensystem abhalten, was ansonsten zu einer u.U. erheblichen Beeinträchtigung des Bildes z.B. durch optische Überlagerungen in Form von Lichtsäumen in der Form der Linsen, also i.d.R. Kreise oder Ringe, führt. Weiterhin führt Streulicht zu einem Sinken des Kontrasts bei der Aufnahme.

Gegenlichtblenden gibt es als separates Zubehör in Form starrer Tuben aus Metall oder Kunststoff sowie faltbarer Gummiblenden. Einige Objektivhersteller integrieren die Gegenlichtblende direkt in das Objektiv als ausziehbare Blende oder legen ihren Objektiven spezifisch gefertigte aufmontierbare Blenden bei.

Die Geometrie der Gegenlichtblende hängt ab vom Bildwinkel des Objektivs und vom Durchmesser der Frontlinse. Ein Objektiv mit kleinem Bildwinkel benötigt eine längere Gegenlichtblende als ein Objektiv mit großem Bildwinkel. Die falsche Wahl der Gegenlichtblende führt entweder zu einer verringerten Schutzwirkung oder zu Vignettierung.


Dieser Artikel von Wikipedia unterliegt der GNU FDL

zurück zum Index