Gottfried Helnwein

Gottfried Helnwein (* 8. Oktober 1948 in Wien) ist ein österreichischer Künstler (Aktionist, Fotograf und Maler).


"Von Donald Duck habe ich mehr gelernt als in allen Schulen, in denen ich war."


thumb|"Epipany I, Anbetung der Könige", 2001, Installation, 7x12m, Kilkenny

Helnwein studierte Malerei an der Akademie der Bildenden Künste in Wien. (Kardinal-König-Preis, Meisterschul-Preis, Theodor-Körner-Preis). Die Film-Dokumentation "Helnwein", 1984 (Regie Peter Hajek, Co-Produktion ORF, ZDF) erhielt den Adolf-Grimme-Preis, den Eduard Rhein-Preis und den Goldenen Kader der Stadt Wien.


Helnwein wurde in den 70er Jahren vor allem durch seine hyperrealistischen Bilder von verwundeten und bandagierten Kindern bekannt, und die Darstellung des Kindes ist auch das zentrale Thema seiner Arbeit geblieben.
Er arbeitet mit den unterschiedlichsten Techniken und Stilmitteln, - neben der Zeichnung, Aquarell-, Acryl- und Ölmalerei und verschiedenen Misch-Techniken ist, seit den 80er Jahren, vor allem die Fotografie sein wichtigstes Medium, -oft in Verbindung mit Performance-Arbeiten.
Seit den 90er Jahren konzentriert er sich mehr und mehr auf digitale Fotografie und grossformatige Installationen im öffentlichen Raum, meistens mit einem sozialen oder gesellschaftspolitischen Anliegen.
Ab Ende der 90er Jahre beginnt er auch Videos in seine Arbeit miteinzubeziehen.

Er schuf Bühnenbilder für Maximilian Schell (Los Angeles Opera), Jürgen Flimm (Hamburgische Staatsoper), Hans Kresnik (Volksbühne Berlin, Staatstheater Stuttgart, Deutsches Schauspielhaus Hamburg), Gregor Seyffert (Schumann-Fest Düsseldorf) und Gert Hof (Hamletmashine, Berlin, München).


1982 lehnte er eine Professur an der Hamburger Fachhochschule für Gestaltung ab.

1985 Einzelausstellung in der Albertina, Wien
Rudolf Hausner schlägt Helnwein als seinen Nachfolger für die Leitung der Meisterklasse für Malerei an der Akademie der Bildenden Künste in Wien vor, aber Helnwein übersiedelte nach Deutschland.

1988 zur Erinnerung an die so genannte "Reichskristallnacht",1938, errichtet Helnwein in Köln die 100 Meter lange Installation "Neunter November Nacht" zwischen Museum Ludwig und dem Kölner Dom.
Zusammenarbeit mit Hans Kresnik an dem choreographischen Drama "Macbeth" nach William Shakespeare, welches mit dem Theaterpreis Berlin ausgezeichnet wird.

1989 Einzelausstellung im Folkwang Museum, Essen.

thumb|"Neunter November Nacht", 1988, Installation, 4x100m, Köln

1997 versuchte Helnwein erfolglos, das Erscheinen eines Buches (ISBN 3-923801-939) zu verhindern, das seine Nähe zu Scientology dokumentierte.

1997 Helnwein übersiedelt nach Irland.
Im gleichen Jahr findet die bis dato umfangreichste Helnwein - Retrospektive im Russischen Museum in St. Petersburg statt.

2000 Ausstellungen im San Francisco Museum of Modern Art und im Los Angeles County Museum of Art.

2001 gestaltet er für die Hamburgische Staatsoper das Bühnenbild für die Oper "Rake's Progress" von Igor Strawinsky, Regie: Jürgen Flimm.

2002 etabliert er ein Atelier in Los Angeles.

2003 Premiere der Helnwein-Dokumentation "Neunter November Nacht" im Museum of Tolerance, Simon Wiesenthal Center, Los Angeles.
Zusammenarbeit mit Marilyn Manson und Sean Penn an experimentellen Video-und Filmprojekten.

2004 "The Child", Helnwein-Retrospective in der Legion of Honor, San Francisco Fine Arts Museums.

Helnwein erhält die irische Staatsbürgerschaft.

2005 Zusammenarbeit mit Maximilian Schell an der Oper Der Rosenkavalier von Richard Strauss für die Los Angeles Opera.
Dirigent: Kent Nagano.
Retrospektive im Nationalen Kunstmuseum in Peking.

Gottfried Helnwein lebt und arbeitet in Irland und Los Angeles.



Publikationen

The Child, Works by Gottfried Helnwein
Einzelausstellung 2004
San Francisco Fine Arts Museums
Robert Flynn Johnson, Harry S. Parker
(ISBN 0-88401-112-7)


Helnwein, Monographie
Gottfried Helnwein, Retrospektive 1997
Staatliches Russisches Museum St. Petersburg
Alexander Borovsky, Curator for Contemporary Art
Klaus Honnef, Peter Selz, William Burroughs,
Heiner Müller, H.C. Artmann.
(ISBN 3-930775-31-X)
Koenemann, 1999 (ISBN 3829014481)


Weblinks






Vorlage:Personendaten

en:Gottfried Helnwein


Dieser Artikel von Wikipedia unterliegt der GNU FDL

zurück zum Index