Gradation

Im zoologischen Sprachgebrauch ist unter Gradation die Massenvermehrung einer Tierart zu verstehen. Viele Insektenarten, wie zum Beispiel die Borkenkäfer oder die Wanderheuschrecken aber auch Säugetiere, wie die sprichwörtlichen Lemminge können sich bei sehr günstigem Witterungs- und Nahrungsangebot geradezu explosionsartig vermehren. Diese exponentielle Wachstumsrate wird als 'Progradation' bezeichnet. Vermehrtes Auftreten von Fressfeinden, geänderte Witterungs- und Nahrungbedingungen, oder direkter anthropogener Eingriff (zum Beispiel großflächiger Einsatz von Pestiziden) stoppt die Gradation und leitet in die Phase der Retrogradation über, in der die Massenvermehrung zusammenbricht und die Populationsdichte oft unter den regionalen Durchschnittswert dieser Art sinkt. Bei Fressfeinden, die auf die Massenvermehrung ihrer Nahrungstiere ebenfalls mit gesteigerter Reproduktion reagiert haben, führt der Zusammenbruch einer Gradation oft zum konzentrierten Verlassen eines Gebietes. Was als Evasion bezeichnet wird.


Druck (Reproduktionstechnik)

Mit einer Gradation werden Anpassungen der Farbdichte vorgenommen, um die Dichten an verschiedene Ausgabemedien anzupassen. Im Tiefdruck werden beispielsweise die Tonstufen 0%...100%, die durch die 8-Bit-Werte 1...255 repräsentiert werden (Eingangswerte), in entsprechende Ausgangswerte 1...255 umgesetzt. Die Umsetzung ist im Allgemeinen nicht linear, wobei die Tonstufen so verzerrt werden, dass nach Gravur und Druck auf dem bedruckten Papier genau die richtigen Druckdichten erreicht werden.

Siehe auch für die Fotografie unter Dichte (Fotografie).


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