Kaliumhydroxid

Strukturformel
K+ OH-
Allgemeines
Name Kaliumhydroxid
Summenformel KOH
Andere Namen Ätzkali, Kalihydrat, Kaliumoxidhydrat
Kurzbeschreibung weißer, hygroskopischer Stoff
CAS-Nummer 1310-58-3
Sicherheitshinweise
Bild:Gefahrensymbol_C.pngC
R- und S-Sätze R 22-35 S 26-36/37/39-45
Handhabung Bei der Arbeit geeignete Schutzkleidung, Schutzhandschuhe und Schutzbrille/Gesichtsschutz tragen.
Lagerung Luftdicht verschlossen
MAK Maximale Arbeitsplatzkonzentration ml/m3
LD50 (Ratte, oral) 273 mg/kg
LD50 (Kaninchen) -- mg/kg
Physikalische Eigenschaften
Aggregatzustand fest
Farbe weiß
Dichte 2,04 g/cm3 (20 °C)
Molmasse 56,11 g/mol
Schmelzpunkt 360 °C
Siedepunkt 1320 °C
Dampfdruck -- hPa
Löslichkeit 1130 g/l in Wasser (20 °C)
Gut löslich in Wasser, Alkohol
Schlecht löslich in --
Unlöslich in --
Thermodynamik
Kristallstruktur stahlig-kristallin
?fH0g in kJ/mol
?fH0lin kJ/mol
?fH0sin kJ/mol
S0g, 1 barin J/(mol · K)
S0l, 1 barin J/(mol · K)
S0sin J/(mol · K)
Analytik
Klassische Verfahren --

SI-Einheiten wurden wo möglich verwendet. Wenn nicht anders vermerkt wurden Normbedingungen benutzt.


Inhaltsverzeichnis

Eigenschaften

Kaliumhydroxid ist ein weißer, stark hygroskopischer Stoff, der meist als Plätzchen oder Stangen, seltener als Pulver verkauft wird. In Wasser löst es sich unter starker Erwärmung und bildet Kalilauge, im festen Zustand bildet es Mono-, Di- und Tetrahydrate. Mit dem in der Luft enthaltenen Kohlendioxid reagiert es unter Bildung von Kaliumcarbonat.

Synthese

Früher wurde Kaliumhydroxid durch so genannte "Kaustifizierung" von Kaliumcarbonat hergestellt. Dies verläuft nach der Gleichung
K2CO3 + Ca(OH)2 ? 2 KOH + CaCO3?
Heute wird Kaliumhydroxid meist durch wässrige Elektrolyse von Kaliumchlorid und anschließendem Eindampfen der Lösung gewonnen.

Verwendung

Kaliumhydroxid wird in der Waschmittelfabrikation zur Herstellung weicher Seifen (Schmierseifen) und zur Herstellung von Wasserenthärtenden Kaliumphosphaten für flüssige Waschmittel benutzt. Ferner wird es zur Herstellung von Kaliumverbindungen, Glas, Farbstoffen, Batterien sowie als Trocknungs- und CO2-Absorptionsmittel verwendet. In der Mikrosystemtechnik (MST oder MEMS) wird KOH zum selektiven (anisotropen) Ätzen von einkristallinem Silizium eingesetzt.

Wiki-/Weblinks



en:Potassium hydroxide fr:Hydroxyde de potassium ja:??????? pl:wodorotlenek potasu


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