Kleinbildspiegelreflexkamera

Als Kleinbildspiegelreflexkamera (auch KB-SLR) bezeichnet man eine Kleinbildkamera für 35-mm-Film, die mit einem Spiegelreflexsucher (Pentaprisma) oder seltener und älter mit einem Lichtschacht ausgestattet ist.

Kleinbildspiegelreflexkameras sind die mit Abstand am weitesten verbreitete Bauform von Spiegelreflexkameras, daher spricht man häufig auch einfach von Spiegelreflexkamera, wenn man eigentlich eine Spiegelreflexkamera für Kleinbildfilm meint. Spiegelreflexkameras für Rollfilm werden auch für das Mittelformat gebaut.

Inhaltsverzeichnis

Modelle

Bekannte Kleinbildspiegelreflexkameras sind u.a. die Nikon F, eine klassische Profikamera und die Minolta 7000, die erste Kleinbildspiegelreflexkamera mit in das Gehäuse integriertem Autofokus.

Weitere Modelle sind beispielsweise die Dynax 9xi und die Dynax 9 von Minolta (heute Konica Minolta; weitere bekannte Hersteller sind u.a. Leica, Canon, Olympus, Pentax, Yashica und Rollei. Canon, Nikon, Minolta sowie Kodak stellen auch digitale Spiegelreflexkameras her.

Geschichte und Entwicklung

1933, also ein Jahrzehnt nach Oskar Barnacks Leica-Prototyp, wird in Deutschland mit der Konstruktion der – nach westlicher Geschichtsschreibung – ersten Spiegelreflexkamera für das Kleinbildformat begonnen; die Kine-Exakta der Firma Ihagee aus Dresden kommt 1936 auf den Markt.

Nach der – in Deutschland leider kaum bekannten – sowjetischen Fotogeschichtsschreibung stammt die erste Kleinbildspiegelreflexkamera für 35-mm-Film aus der Sowjetunion: Sie wurde 1929 (!) hergestellt und hieß MINE; ein ähnliches Modell wurde ab 1934 unter dem Namen GELCETA hergestellt und später umbenannt in SPORT. Bis zum Einmarsch der deutschen Wehrmacht im Jahr 1941 sollen von diesen Kameras rund 16.000 Exemplare augeliefert worden sein. Bemerkenswert ist dabei dass die deutsche Kine Exakta erst ab 1936 hergestellt wurde.

Auch das japanische Unternehmen Canon stellt 1945 mit der Canoflex seine erste Kleinbild-Spiegelreflexkamera vor.

Siehe auch

Weblinks



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