Kodak Kodachrome

Kodak Kodachrome ist

  1. ein Zweifarbenfilm,
  2. ein Umkehr- bzw. Diafilm,
  3. ein eingetragener Markenname der Firma Kodak.
Inhaltsverzeichnis

Eigenschaften

Zweifarbenfilm

Der Kodachrome-Zweifarbenfilm wurde zwischen 1916 und 1930 produziert und als Kinofilm genutzt. Die Aufnahmen wurden mit einer Spezialkamera mit Zwillingsobjektiv aufgenommen und dann auf Dipo-Film kopiert; für Details siehe Kodachrome-Verfahren.

Umkehrfilm

Der Kodachrome-Umkehrfilm wurde erstmals im April 1935 als 16-mm-Schmalfilm vorgestellt; es handelte sich dabei um den ersten nach einem chromogenen Verfahren arbeitenden Farbfilm überhaupt sowie den "dienstältesten" derzeit noch am Markt erhältlichen fotografischen Film.

Der Schichtträger der Kodachrome-Farbumkehrfilme besteht aus 0,135 mm dickem Celluloseacetat; .

Die aufeinander abgestimmte Filmreihe bestand überwiegend aus dem K25, K64 und dem K200 mit den Filmempfindlichkeiten von 25, 64 und 200 ASA). Mittlerweile sind nur noch der K64 und K200 erhältlich, die Produktion des K25 wurde von Kodak eingestellt.

Der Kodachrome 25 besitzt eine Körnigkeit von 8 RMS, gemessen mit einem Mikro-Densitometer bei einer Meßblendenöffnung von 48 µ und 12facher Vergrößerung. Das Auflösungsvermögen liegt bei einem Testobjektkontrast von 1.6:1 bei 63 Linien/mm sowie bei einem Testobjektkontrast von 1000:1 bei 100 Linien/mm (Angaben laut Kodak-Datenblatt von 1998).

Der Kodachrome 64 besitzt eine Körnigkeit von 10 RMS, gemessen mit einem Mikro-Densitometer bei einer Meßblendenöffnung von 48 µ und 12facher Vergrößerung. Das Auflösungsvermögen liegt bei einem Testobjektkontrast von 1.6:1 bei 63 Linien/mm bzw. bei einem Testobjektkontrast 1000:1 bei 100 Linien/mm (Angaben laut Kodak-Datenblatt von 2002).

Der Kodachrome 200 besitzt eine Körnigkeit von 16 RMS, gemessen mit einem Mikro-Densitometer bei einer Meßblendenöffnung von 48 µ und 12facher Vergrößerung. Das Auflösungsvermögen liegt bei einem Testobjektkontrast von 1.6:1 bei 50 Linien/mm sowie bei einem Testobjektkontrast von 1000:1 bei 100 Linien/mm (Angaben laut Kodak-Datenblatt 2002).

Die Kodachrome-Filme zeichnen sich allgemein aus durch ihre sehr hohe Schärfe, seine äußerst natürliche und nuancenreiche Farbwiedergabe – vor allem von Hauttönen – und die hohe Farbbeständigkeit. Letztere Eigenschaft machte ihn lange Zeit zu "Nummer 1" wenn es um Archivfestigkeit (Museen, Kunstarchive) geht.

Tests haben gezeigt, dass die hohe Haltbarkeit der Kodachrome-Farbstoffe nur für den Fall der Aufbewahrung im Dunkeln gilt, hier ist Kodachrome allen anderen Diafilmen für die bildmäßige Fotografie, die heute (Anfang 2005) sämtlich nach dem E-6-Verfahren arbeiten, überlegen. Anders verhält es sich mit der Stabilität der Farbstoffe bei der Projektion: Der enorme Lichtdurchsatz während der Projektion führte bei Tests schon nach einer Stunde zu einem merklichen Ausbleichen (Dichteverlust von 0,1) von Kodachrome-Dias, E-6-Diamaterialien (z.B. Kodak Ektachrome, Agfachrome, Fujichrome) zeigten sich hier stabiler. Kodachrome-Dias sollten deshalb unbedingt in vollkommener Dunkelheit aufbewahrt werden!

Seit ihrem Erscheinen waren die Kodachromefilme bis in die 90er Jahre das bevorzugte Diafilmmaterial für Berufsfotografen und anspruchsvolle Fotoamateure. Daher kann die Bedeutung dieses Filmmaterials für die Entwicklung der Farbfotografie nicht hoch genug herausgestellt werden.

Eine gewisse Bedeutung hat Kodachrome auch noch als Filmmaterial für das Super-8-System, das 1965 mit einem Kodachrome-Film eingeführt wurde.

Funktionsweise

Der Kodachrome ist eigentlich ein dreischichtiger Schwarz-Weiß-Film. Die Schichten sind durch Farbfilter voneinander getrennt und zeichnen so die drei Grundfarben auf. Anders als bei "normalen" Farbfilmen, die i.d.R. nach dem E-6-Prozess verarbeitet werden, fehlen dem Kodachrome aber die Farbkuppler zur Farbwiedergabe; diese werden erst während der Entwicklung zugegeben. Trotzdem gilt der Kodacrome als chromogener Film.

Aufgrund des Fehlens der in die Emulsion eingebetteten Farbkuppler können die einzelnen Schichten sehr dünn gehalten werden, was die enorme Schärfeleistung erklärt.

Die Entwicklung im K14-Prozess ist daher auch sehr aufwändig und muss in mehreren Schritten erfolgen. Sie wird nur von Kodak selbst durchgeführt und ist bereits im Filmpreis enthalten (nur Europa).

Kodachrome- Filme hatten immer nur Bedeutung als Film im professionellen bzw. semiprofessionellen Bereich. Diafilme auf der Basis des wesentlich einfacher zu handhabenden E-6-Entwicklungsprinzips sind marktbeherrschend.

Geschichte und Entwicklung

Das dem Kodachrome-Film zugrundeliegende Verfahren wurde zwischen 1930 und 1935 von Leo Godowsky und Leopold Mannes entwickelt worden; diese Kodachrome-Emulsion wies eine Filmempfindlichkeit von 10 ASA auf.

Siehe auch

Weblinks



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