Konica Minolta

Konica Minolta ist ein Unternehmen aus der Fotowirtschaft, der optischen Industrie und der Bürotechnik, das 2003 durch Fusion der Minolta Co., Ltd. mit der Konica Corporation hervorging; die Fusion wurde im Januar 2004 abgeschlossen. Die neue Holdinggesellschaft heißt Konica Minolta Holdings, Inc., das Unternehmen operiert unter der Bezeichnung Konica Minolta, was gleichzeitig auch der neue Markenname ist.

Unter dem Dach der neuen Holdinggesellschaft werden auch die europäischen Hauptquartiere Konica Minolta Business Solutions Europe GmbH (Langenhagen) und Konica Minolta Photo Imaging Europe GmbH (Hohenbrunn) zusammengefasst; die neuen Unternehmen bilden die Rechtsnachfolge der früheren Konica Business Machines Deutschland GmbH, Konica Europe GmbH und der Minolta Europe GmbH. Die Unternehmen besitzen 26 europäische Niederlassungen mit rund 6.000 Angestellten.

Konica Minolta ist, nach Canon und Nikon, der drittgrößte Kamerahersteller der Welt. Eine führende Rolle nimmt Konica Minolta in der Herstellung von Belichtungsmessern, insbesondere von Spotbelichtungsmessern ein.

Unternehmensgeschichte

Minolta ist einer der ältesten noch existierenden Kamerahersteller; die Unternehmensgeschichte reicht zurück bis ins Jahr 1928, als Kazuo Tashima das nichidokushashinki shoten ("japanisch-deutsches Kamerageschäft") gründete. Im Juli 1931 wurde das Unternehmen in Molta KG ("Mechanismus, Optik und Linsen von Tashima") umbenannt und der Markenname Minolta ("Mechanismus, Instrumente, Optik und Linsen von Tashima") registriert. 1937 erfolgte eine weitere Umbenennung in Chiyoko (Chiyoda Kogaku Seiko Kabushiki Kaisha) beziehungsweise Chiyoda Kogaku. Erst seit Juli 1962 wurde allerdings die Bezeichnung Minolta Camera Company (Minolta Kabushiki Kaisha) auch als Firmenname genutzt.

Die Unternehmensgeschichte von Konica reicht sogar bis ins Jahr 1873 zurück, als Rokusaburo Sugiura den Handel mit fotografischen und lithographischen Produkten aufnimmt. Das Geschäft wurde 1879 in Konishi Honten umbenannt. Ab 1943 firmierte das Unterehmen unter dem Namen Konishiroku Photo Industry Co., Ltd., bis schließlich 1987 unter dem Markennamen Konica alle Produktbezeichnungen konsolidiert und die Firma in Konica Corporation umbenannt wird.

Produktspektrum

Das aktuelle Produktspektrum von Konica Minolta umfasst Digitalkameras, Kleinbildkameras, Ferngläser, multifunktionale Officesysteme, Kopiersysteme, Laserdrucker, Faxsysteme, Scanner sowie Farb- und Lichtmesssysteme. In der langen Unternehmensgeschichte stellte Minolta beispielsweise auch Mittelformat-, Disc-, Pocket- und APS-Kameras her; diese Produktlinien wurden jedoch nicht mehr weitergeführt.

Das Unternehmen Minolta wurde vor allem durch verschiedene Produkte, vor allem im Optik-, Kamera- und Film-Sektor bekannt. Bereits 1940 entwickelte Minolta die ersten Rokkor-Objektive; diese Objektivbezeichnung wurde in einigen Produktreihen bis heute beibehalten.

Konica präsentierte zahlreiche technische Innovationen, so beispielsweise die erste Kleinbildkamera der Welt mit Belichtungsautomatik und CdS-Belichtungsmessung (Konica Auto S, 1963), die erste Spiegelreflexkamera mit automatischem Belichtungssystem (1965), die erste Kamera der Welt mit TTL-Belichtungsautomatik (Konica Autoreflex 35 mm FTA, 1968), die erste Kompaktkamera mit integriertem Blitzgerät und Belichtungsautomatik (Konica C35EF, 1975) sowie die erste Kompaktkamera der Welt mit Autofokus (Konica C35AF, 1977).

Einen weiteren Meilenstein setzte Minolta 1985, als mit der Minolta 7000 die erste Autofokus-Spiegelreflexkamera der Welt auf den Markt gebracht wurde; die Mitbewerber konnten vergleichbare Produkte erst erheblich später vorstellen; so erschien die erste AF-SLR von Canon beispielsweise erst 1987. Während sich die Minolta 7000 eher an den Consumer wandte, war die kurze Zeit später erschienene Minolta 9000 für professionelle Anwender konzipiert. Zu den aktuellen analogen Kleinbild-Spiegelreflexkameras gehören die Dynax 9 und die Dynax 7.

Digitalkameras stellt Minolta seit 1986 her; das Unternehmen zählt damit zu den ersten Anbietern von Digitalkameras überhaupt. Bereits auf der Photokina 1986 wurde ein Still Video Back für die Minolta 9000 vorgestellt. Es folgen unter anderem die Modelle RD-175 mit einer Auflösung von – für damalige Verhältnisse beachtlichen – 1,75 Megapixeln, die RD-3000 mit 2,7 Megapixeln sowie die Dimage RD-3000 – alles digitale Spiegelreflexkameras.

1996 erschien die Dimage V für Fotoamateure, welche auch die bis heute fortgeführte Minolta Dynax-Modellreihe begründete; die ebenfalls für den Consumerbereich konzipierten beiden Nachfolgemodelle Dimage EX Wide und Dimage EX Zoom von 1998 zeichneten sich ebenso wie die Dimage V durch ein vom Kamergehäuse abtrennbares Objektiv aus, das durch ein Kabel mit der Kamera verbunden war; dieses praktische Alleinstellungsmerkmal ist bis heute einzigartig geblieben.

1999 erschien mit der 3D 1500 eine digitale Spezialkamera zum Generieren von 3D-Modellen, danach konzentrierte sich Minolta weitgehend auf Digitalkameras für das profitable Consumer-Segment, was sich in einer Flut von Modellen zeigte. Die aktuellen Prosumer-Spitzenmodelle sind die Konica Minolta Dimage A2 und die Konica Minolta Dimage Z3; Ende 2004 soll auch wieder eine digitale Spiegelreflexakmera erscheinen (Konica Minolta Dynax 7D).

Weblinks


en:Konica Minolta ja:????


Dieser Artikel von Wikipedia unterliegt der GNU FDL

zurück zum Index