Langzeitbelichtung

thumb|220px|<a href="/fotolexikon/artikel/Belichtungszeit" title ="Belichtungszeit">Belichtungszeit</a>: 20s, Karussell auf dem Weihnachtsmarkt Hamburg-Harburg Von Langzeitbelichtung wird gesprochen, wenn die Belichtungszeit mehr als etwa fünf Sekunden beträgt. Durch die lange Belichtungszeit ergibt sich eine große Bewegungsunschärfe, was als gestalterisches Mittel genutzt werden kann. Bewegte Objekte oder Personen verschwimmen und können sogar völlig "verschwinden", was bei z.B. Architekturaufnahmen genutzt wird. Helle Objekte (z.B. Scheinwerfer von Fahrzeugen) hinterlassen helle Streifen. Die lange Zeit ermöglicht auch eine große Schärfentiefe durch die Wahl einer kleinen Blende.

Zu beachten ist, dass bei chemischem Filmmaterial durch den Schwarzschildeffekt längere Belichtungszeiten notwendig sind, als der Belichtungsmesser angibt. Diese Abweichung ist abhängig vom Filmmaterial. Bei digitalen Kameras entfällt diese Korrektur. Die Kamera muss gegen Verwackeln gesichert werden z.B. durch ein stabiles Stativ.

Der Belichtungszeit ist nach oben kaum eine Grenze gesetzt. Michael Wesley hat extreme Langzeitbelichtungen von bis zu 26 Monaten durchgeführt.

In den Anfängen der Fotografie war die Langzeitbelichtung kein reines Gestaltungsmittel, sondern eine Notwendigkeit. Gründe dafür waren die geringe Empfindlichkeit des Fotomaterials und geringe Lichtstärke der Objektive.


Siehe auch




Dieser Artikel von Wikipedia unterliegt der GNU FDL

zurück zum Index