Martin Parr (* 1952 in Epsom, Surrey) ist ein britischer Fotograf.
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Martin Parr wurde 1952 in Epsom, Surrey geboren und studierte zwischen 1970 und 1973 Fotografie in Manchester.
Neben seiner Beschäftigung als freier Fotograf nahm Parr immer wieder Lehraufträge an. Nach einer langen Debatte wurde er 1994 Mitglied bei der Agentur Magnum Photos. Innerhalb der Agentur liefen Kampagnen, die seine Aufnahme verhindern sollten, doch letztendlich mussten sich seine Gegner der demokratischen Entscheidung beugen. Kritiker betrachteten seinen fotografischen Stil als zu provokant und warfen ihm vor, sich über andere lustig machen zu wollen.
Parr provoziert, indem er alltägliche Klischees findet und gnadenlos geschmackliche Entgleisungen seiner Landsleute "aufdeckt". Die Phänomene des Massentourismus haben es ihm besonderes angetan. Er ist ein Dokumentarist der Alltagskultur, der auch "alltägliche" Fotos anderer sammelt und veröffentlicht. Seine Bilder fallen durch ihre grelle Farbigkeit auf, die er bevorzugt in Büchern präsentiert. Meist verwendet er einen Ringblitz zum Aufhellen bei Tageslicht.
Durch zahlreiche Ausstellungen in den USA und Europa ist Parr inzwischen einer der berühmtesten britischen Fotografen, über dessen Arbeiten mittlerweile über zwanzig Bücher erschienen sind.
In den letzten Jahren hat er sich ebenfalls mit dem Medium Film beschäftigt.
Neben Experimenten mit Mittelformatkameras arbeitet Parr hauptsächlich mit einer Kleinbildkamera, die er mit einem Ringblitz bestückt.
art - das Kunstmagazin 8/04
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