Messbildkamera

thumb|Messbildkamera im Flugzeug Die Messbildkamera ist eine Kamera mit geringen Abbildungsfehlern oder mit Fehlern, die sich durch Kalibrieren genau bestimmen lassen.

Sie wird hauptsächlich in der Photogrammetrie und Fernerkundung eingesetzt, um

Für analoge Messbildkameras sind Formate von 23 cm und die Rahmenmarken typisch, die auf jedes Bild des Filmes belichtet werden. Sie helfen, die innere Orientierung der Kamera zu bestimmen (Hauptpunkt des Bildes und Brennweite). Letztere liegt je nach Objektiv zwischen 10 und 30 cm und wird jedesmal auf 0.01 mm berechnet, weil sie u.a. von der Temperatur abhängt.

Mit terrestrisch eingemessenen Passpunkten wird die äußere Orientierung hergestellt - die Parameter für die Transformation von den Bild- zu den Gauß-Krüger-Koordinaten.

Bei Digitalkameras wird statt fotografischen Filmen ein oder mehrere CCD-Sensor verwendet. Ein Standard-Analog Film für Luftbildkameras hat eine Größe von 23 x 23 cm. Digitale Sensoren in dieser Größe sind nicht realisierbar, daher die Verwendung von mehreren Sensoren, beispielsweise verwenden Kameras von ZI-Imaging (DMC) und Vexcel (Ultra-Cam) diese Technik, die zu einem großen Bild zusammengerechnet werden. Demgegenüber gibt es noch den Ansatz mit Zeilensensoren, beispielsweise von Leica (ADS40). Dadurch ist es möglich mit kleineren Sensoren eine nahezu gleiche Bildabdeckung wie bei Analog-Kameras zu erreichen. Die Messgenauigkeit der digitalen Luftbildkameras ist dabei etwas besser.

Die bekanntesten Hersteller von Messbildkameras sind die Firmen Leica (früher Wild und Kern, Schweiz), Carl Zeiss (Deutschland) und Kodak.



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