Nachbelichten

Durch den Vorgang des Nachbelichtens wird bei der Verarbeitung fotografischer Materialien mit Hilfe eines Vergrösserers die Belichtung partiell gesteigert.

Man formt manuell mit der Hand oder einem schwarzen Karton die nachzubelichtende Partie im Strahlengang des Vergrösserers und belichtet dann diese Bildteile zusätzlich für eine bestimmte Zeit nach. Der Rest des Bildes ist von dieser Zusatzbelichtung nicht betroffen. Die Dauer der Nachbelichtung wird mit Hilfe von Probestreifen ermittelt.

Zum Beispiel kann mit dieser Methode die Zeichnung in den Lichtern eines Fotoabzuges verbessert werden, die ohne das Nachbelichten vollständig weiß wären.

Den umgekehrten Vorgang - die partielle Reduzierung der Lichtmenge auf Bildteilen - bezeichnet man als Abwedeln oder Abhalten.

Moderne Bildbearbeitungsprogramme wie z.B. das Programm Photoshop der Firma Adobe Systems, die Shareware PhotoLine 32 oder das freie Bildbearbeitungsprogramm GIMP bieten Werkzeuge die von ihrer Wirkung dem manuellen Vorgang des Nachbelichtens nachempfunden sind und das partielle Aufhellen bzw. Abdunkeln in der elektronischen Bildverarbeitung ermöglichen.



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