Natriumsulfid

Strukturformel
Allgemeines
Name Natriumsulfid
Summenformel Na2S
Andere Namen xy
Kurzbeschreibung Farbe und Form
CAS-Nummer 27610-45-3
Sicherheitshinweise
70px
C Ätzend
70px
N Umweltgefährlich
R- und S-Sätze R 31-34-50
S 26-45-61
Handhabung Schutzmaßnahmen: Handschuhe, Atemschutz o.ä.
Lagerung Temperaturbereich, Belüftet, trocken o.ä.
MAK Maximale Arbeitsplatzkonzentration ml/m3
LD50 (Ratte oral) 254 mg/kg (wasserfrei)
LD50 (Kaninchen dermal) 340 mg/kg (wasserfrei)
Physikalische Eigenschaften
Aggregatzustand fest, flüssig, gasförmig
Farbe ohne Farbe heißt farblos!
Dichte x g/cm³
Molmasse 78,1 g/mol
Schmelzpunkt 1170 °C
Siedepunkt x °C
Dampfdruck x °C

SI-Einheiten wurden, wo möglich, verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, wurden Normbedingungen benutzt.

Natriumsulfid, Na2S ist ein Salz des Schwefelwasserstoff H2S, einer sehr schwachen Säure.

Eigenschaften

Natriumsulfid ist ein im reinen Zustand farbloser kristalliner Feststoff, der nach faulen Eiern riecht und als Nonahydrat Na2S x 9 H2O vorliegt. Bei Berührung mit Säure (auch Kohlendioxid CO2, in der Atemluft) wird der giftige und brennbare Schwefelwasserstoff (Geruch!) freigesetzt. Fein verteiltes, kristallwasserfreies, Natriumsulfid kann sich an der Luft selbst entzünden, es reagiert heftig mit Oxidationsmitteln wie Kaliumpermanganat oder Kaliumdichromat. Es ist gut in Wasser löslich, die Lösung reagiert stark alkalisch und ist sehr ätzend. Bei längerer Lagerung färbt sich die Substanz gelblich.

Herstellung

Schwefelhaltige Substanzen werden durch Glühen von Holzkohlepulver und Soda zu Natriumsulfid reduziert und färben Silberblech schwarz, dies ist der so genannte Hepartest zum Nachweis von Schwefel. Es entsteht auch beim Einleiten von Schwefelwasserstoff in Natronlauge.

Verwendung

Natriumsulfid wird in der Gerberei als Enthaarungsmittel, im Bergbau zur Erzflotation in der organischen Chemie als Reduktionsmittel und zur Herstellung von Schwefelfarbstoffen verwendet


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