Natriumtetraborat

siehe auch Borax


di-Natriumtetraborat-Decahydrat Na2B4O7 . 10 H2O

Xn gesundheitsschädlich

weißes, kristallines Pulver

natürliche Vorkommen: als Mineral (Borax)

RS-Sätze: R 62-63-36/37/38, S 22-36/37/39-45

Entsorgung: G 4

MG: 381,37 g/mol Dichte: 1,72 g/cm³ Wasserlöslichkeit (alkalisch): bei 20 °C 60 g/l, bei 100 °C 160 g/l

Eigenschaften: Das Decahydrat ist auch unter dem Namen Borax, benannt nach dem gleichnamigen Mineral, bekannt. Es bildet in der Natur große, meist weiße monokline Kristalle. Es ist gut in Wasser und in Glycerin löslich. Beim Erhitzen verliert es bei ca. 100 °C einen Teil seines Kristallwassers und bildet ein Pentahydrat. Oberhalb von 400 °C erhält man wasserfreies Natriumtetraborat, das bei 878 °C schmilzt. In dieser Schmelze lösen sich zahlreiche Metalloxide unter der Bildung charakteristischer Färbungen und bilden nach dem Abkühlen eine glasartige Perle ("Boraxperle"). Mit Säuren wird Borax zu Borsäure zersetzt.

Herstellung: Borax wird heute ausschließlich aus dem kristallwasserärmeren Boraxmineral Kernit gewonnen.

Verwendung: Der Name leitet sich vom persischen "burah" ab. Borax wurde schon in der Antike in China für Glasuren und in Ägypten zum Einbalsamieren benutzt. Heute wird es immer noch für Glasuren auf Steingut, Porzellan, Glas und bei der Emailproduktion verwendet. Seine Verwendung als Flussmittel beim Hartlöten beruht auf seiner oxidablösenden Wirkung. Es ist ein wichtiger Rohstoff zur Herstellung von Borsäure und Perboraten. Im Anaylsenlabor dienen die durch Erhitzen hergestellten Boraxperlen aufgrund ihrer Färbungen zum qualitativen Nachweis von Metallen.


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