PCMCIA

Abkürzung für "Personal Computer Memory Card International Association". Dieser Begriff beschreibt einen Standard für Erweiterungskarten für mobile Computer. Der erste vom Standardisierungsgremium erarbeitete Standard (PCMCIA Standard Release 1.0) wurde 1990 verabschiedet. Anfangs dienten diese Karten überwiegend als Speichererweiterung und mobile Datenspeicher mit Pufferbatterie. Derzeit sind aber auch viele andere Anwendungen mit diesen Karten realisiert worden. Sie arbeiten stromsparend und unterstützen Hot-Plug, sind also im laufenden Betrieb wechselbar. Da alle zur automatischen Konfiguration des Treibers nötigen Eigenschaften der Karte auf dieser in der Card Information Structure, CIS, abgelegt sind, ist ebenfalls Plug and Play möglich. Es gibt drei verschiedene Bauformen, die sich in ihrer Dicke unterscheiden:

Alle Typen haben eine Grundfläche im Scheckkartenformat (85,6 × 54 mm) und sind damit sehr kompakt und leicht zu transportieren. Der PCMCIA-Standard hat bis jetzt drei verschiedene Unterstandards definiert: (Die Unterscheidung zwischen PCCard16 und CardBus ist recht einfach: Eine CardBus-Karte hat an der Einsteckseite eine goldene genoppte Kontaktleiste für eine bessere Erdung, eine PCCard16 ist an der Stelle glatt.)

thumb|250px|Wireless LAN Cardbus-Karte Typ II

Mit der Einführung des Cardbus-Standards (PC Card Standard 5.0) 1995 wurden PCMCIA-Karten erstmals offiziell als PC Card (engl.: PC-Karte) bezeichnet. Inzwischen hat sich der Begriff PC Card schon allein wegen der im Gegensatz zum Akronym PCMCIA einfacheren Vermarktung durchgesetzt.

Böse Zungen behaupten, die Abkürzung PCMCIA bedeute in Wirklichkeit "People Can't Memorize Computer Industry Acronyms" (in etwa: Niemand kann sich die Akronyme der Computer-Industrie merken).

Kompatibilität

Die Technik ist voll abwärtskompatibel. Slots für Cardbus-Karten können also auch 16-Bit-Karten betreiben, aber nicht umgekehrt. Typ-II-Slots nehmen auch Typ-I-, aber keine Typ-III-Karten auf. Die für eine Karte erforderliche Spannung ist über eine Aussparung an der rechten Seite der Stirnseite codiert. So wird verhindert, dass man 3,3-Volt-Karten in Slots betreibt, die nur 5 Volt liefern. In Slots, die für 3,3-Volt-Karten geeignet sind, könnten auch 5-Volt-Karten gesteckt werden, aber der Kartentreiber wird die Spannung nicht zuschalten. Einige Karten können an 5 Volt- und 3,3 Volt-Slots also mit beiden Spannungen betrieben werden.

Über einen geeigneten Adapter können PCCard16 auch in einen CompactFlash-Slot verwendet werden. Es gibt momentan keine Möglichkeit eine Cardbus Karte in einem PDA zu verwenden.

Notebooks ab Herstellungsjahr 1999 sind in der Regel mit Cardbus-Slots ausgestattet.

Weblinks



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