Perforation

Als Perforation (auch Perforierung, vom lat. foramen = Loch) bezeichnet man allgemein das Durchlöchern, bzw. das Durchlöchertsein eines flächigen Gegenstandes, wobei noch keine Aussage über Menge, Größe und Anordnung der Löcher gegeben ist. Ein perforiertes Blech kann zwei kleine Löcher zum Wasserablauf haben oder auch mehr einem Sieb ähneln.

Fotografie und Film

Im Kontext von Film und Fotografie bezeichnet man als Perforation eine regelmäßige Lochung am Rand von fotografischen Filmen zum Transport über ein Zahnrad.

Bei heutigem Schmalfilm hat jedes Einzelbild die Länge, bei 35mm-Film bzw. Kleinbildfilm die Breite von acht Perforationen.

Die Perforation von Rollfilm nutzte erstmals Thomas Alva Edison für seinen Kinematographen von 1894, wobei er einen halbierten 70-mm-Film horizontal im Betrachtungsapparat durchlaufen ließ. Auch die Brüder Lumière setzen diesen perforierten 35-mm-Film ein, sie ließen ihn jedoch vertikal vor dem Projektor durchlaufen.

In der Fotografie nutzte erstmals Oskar Barnack Edisons halbierten 70-mm-Film im Jahr 1914 für die Entwicklung der Ur-Leica, die dann als erste moderne Kleinbildkamera ab 1924 vermarktet wurde.

Philatelie

In der Philatelie bezeichnet Perforation das Zähnen oder Durchstechen eines Briefmarkenbogens zur leichteren Trennung der einzelnen Postwertzeichen.


Medizin

In der Medizin bezeichnet Perforation den Durchbruch oder die Durchstoßung der Haut oder eines Gewebes.




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