Pipette

thumb|Manuelle Mikroliterpipette mit aufgesetzter Kunststoffpipettenspitze Eine Pipette (franz., Saugröhre) ist ein Laborgerät zum Dosieren von Flüssigkeiten. Sie ist ein Glasröhrchen, das an der Spitze verengt ist und am anderen Ende entweder offen oder durch einen dickwandigen Gummiballon verschlossen ist.

Ist auf der Pipette eine Volumenskala angebracht, spricht man von einer Messpipette. Eine Pipette, die nur eine einizige Markierung für ein definiertes Volumen hat, heißt Vollpipette. Messpipetten sind für unterschiedliche Flüssigkeitsmengen geeignet und damit flexibler, aber auch ungenauer als Vollpipetten. Beide Pipettenarten sind auf Flüssigkeiten mit der Temperatur von 20°C und auf Ausfluß (Ex.) geeicht, Auslaufzeiten werden, wenn nötig, auf den Pipetten angegeben.

Das Aufnehmen der Flüssigkeit wurde, im Fall der offenen Pipette, früher durch Ansaugen mit dem Mund durchgeführt. Da dies eine nicht unerhebliche Gesundheitsgefahr darstellen kann, wird heutzutage meistens eine Pipettierhilfe benutzt. Im Fall der geschlossen Pipette wird die Flüssigkeit durch Zusammenpressen des Ballons, Eintauchen der Spitze in die Flüssigkeit und anschließendem Einsaugen aufgenommen. Das Einsaugen ist möglich, da durch die beim Zusammenpressen des Gummiballons ausgeströhmte Luft aus dem Inneren der Pipette ein Unterdruck entstanden ist.

Beim Transport der Flüssigkeit muss das obere Ende einer offenen Pipette (im Allgemeinen mit dem Zeigefinger oder einer aufgesetzten Pipettierhilfe) verschlossen gehalten werden.

Die Abgabe der Flüssigkeit erfolgt bei einer offenen Pipette durch das Öffnen des oberen Endes, im Fall der geschlossenen Pipette durch erneutes Drücken des Ballons.

Die Benutzung einer Pipette erlaubt eine gute Kontrolle der Flüssigkeitsmenge, im Allgemeinen ist eine tropfenweise Dosierung möglich. Vollpipetten zählen zu den genausten Volumenmessgeräten im Laborbereich.

thumb|20 mL Messpipette


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