Der Planfilm (Blattfilm), der nicht aufgerollt ist, wird in Großformatkameras (Planfilmkameras) sowie in Lochkameras genutzt, i.d.R. in Kombination mit einer Planfilmkassette.
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Planfilm wird geliefert in verschiedenen Formaten wie
Die Packungen enthalten 10, 25 oder 50 Stück Planfilme.
Die Arbeit mit Planfilm ist aufwändig und kostspielig; Planfilm wird daher heute fast ausschließlich für spezielle Anwendungen in der Mode-, Beauty-, Werbe-, Food-, Industrie- und Architekturfotografie eingesetzt, wo höchste Bildschärfe gefordert ist und die Schnelligkeit des Fotografierens nur sekundäre Bedeutung hat.
Planfilm wird auch im Fotolabor für verschiedenste Bildbe- und -verarbeitungsprozesse wie Duplizieren, Reproduzieren, Maskieren, Tontrennen und Umkopieren eingesetzt.
Die Schichtseite eines Planfilms wird durch Kerben am Rand des Planfilms gekennzeichnet; die Schichtseite zeigt zum Betrachter, wenn sich die Kerben oben rechts befinden (im Hochformat).
Die Verwendung von Planfilm wurde vor allem mit der Duchsetzung der Kleinbildfotografie (ab 30er Jahre sowie der modernen Mittelformatfotografie (ab etwa 20er Jahre) in einen Nischenmarkt gedränkt, aber nie vollkommen verdrängt; heute werden allerdings Digibacks (digitale Rückteile) für Großformatkameras von Sinar oder Linhof angeboten, die Digitalfotografie mit Planfilmkameras ermöglichen.
Planfilm kann im eigenen Fotolabr verarbeitet werden; Voraussetzung sind Schalen oder in Entwicklungsdosen entsprechender Größe; statt Spiralen müssen die Geräte allerdings mit Planfilmhalterungen ausgestattet sein. Das entsprechende Zubehör wird beispielsweise von Jobo angeboten (z.B. Jobo Trommel 3006)
Im professionellen Fotolabor werden Planfilme in speziellen Entwicklungstanks verarbeitet, in den die Filme mit einem Rahmen eingehängt werden (Tankentwicklung).
Die in der Frühzeit der Fotografie genutzten Glasplatten des nassen Kollodiumverfahrens sowie später der Gelatine-Trockenplatte wurden ab 1869 durch Zelluloid als Schichtträger (erstmals durch die Brüder Hyatt) langsam ersetzt. Der neueartige Schichtträger war flexibler und ermöglichte erstmals auch die Herstellung von Rollfilmen.
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