Recycling

Der Anglizismus Recycling bedeutet so viel wie "wieder in den Stoffkreislauf zurückführen". Der Begriff beschreibt einen Kreislauf, bei dem Abfall statt ihn zu verbrennen (energetische Nutzung) oder in einer Mülldeponie zu lagern (was ab 2005 in der BRD nicht mehr ohne Vorbehandlung zulässig ist), wieder einer stofflichen Nutzung zugeführt wird.

Zur Wiederverwertung von Siedlungsabfällen war in der Regel bisher eine möglichst sortenreine Trennung des Abfalls nach Stoffgruppen erforderlich. Inzwischen existieren ausgereifte automatisierte technische Sortieranlagen, die auch gemischte Siedlungsabfälle sortenrein trennen können. Das in den vergangenen Jahren bekannte Bild der öffentlichen Sammelcontainer wird sich daher künftig ändern thumb|Öffentliche Glas- und Papiercontainer Die wirtschaftlichste Form der Trennung liegt beim Abfallverursacher, bevor verschiedene Abfälle gemischt werden. Je nach der Abfallpolitik und den vorhandenen Wiederverwertungen wird die Auftrennung regional unterschiedlich durchgeführt.

Die (Wieder-) Verwertung ist unterteilt in die stoffliche und energetische Verwertung. Die stoffliche Verwertung ist wiederum in die werkstoffliche und rohstoffliche Verwertung aufgeteilt. Produkte der werkstofflichen Verwertung sind in der Regel durch physikalische Verfahren erzeugt worden, z. B. Sieben, Trennen, Metallseparation oder Umschmelzen bei Kunststoffen. Die rohstoffliche Verwertung findet bei Glas, diversen Metallen sowie Papier hauptsächliche Anwendung. Alle bekannten Verfahren zur rohstofflichen Verwertung durch chemisch Umwandlung (z.B. bei Kunststoffen) sind bisher entweder an technischen Problemen oder an deren Unwirtschaftlichkeit gescheitert.

Am häufigsten gesammelt werden Altpapier, Altglas (z. T. unterteilt in Weiß- und Buntglas), Kunststoffe und Metalle. Diese Sammelarten werden auch von Außenwerbern mit entsprechenden Stadtmöbelvarianten unterstützt, um so ihre Werbenetze ausbauen zu können.

Beim Recycling entstehen durch Einsatz von Energie und eventuell neuen Rohstoffen Materialien, aus denen neue Produkte hergestellt werden können. Ein Nachteil von beispielsweise Kunststoff ist, dass das Material nicht mehr die ursprüngliche Qualität bzw. Verarbeitbarkeit erreicht, wie vor dem Recyclingprozess. Diese Abwertung wird auch als Downcycling bezeichnet, während beim Upcycling aus Abfallstoffen eines Prozesses hochwertigere Produkte hergestellt werden können. Reststoffe, die während des Recyclingvorganges anfallen, werden Spuckstoffe genannt.

Daneben ist auch zu beachten, dass die Wiederverwendung von Gegenständen dem Recycling vorzuziehen ist, da der Energieaufwand geringer ist. Dieses Grundprinzip schreibt in der BRD auch das Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz vor.

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