Serienfotografie

Als Serienfotografie bezeichnet man eine Ausdrucksform der Fotografie, bei der eine Folge von fotografischen Aufnahmen zu einer Reihe oder Serie kombiniert werden.

Bildserie aus mehreren Bildern

Die Bildserie kann sowohl Zeit überbrücken, also eine beispielsweise eine Chronologie zeigen (ein Baum zu verschiedenen Jahrenzeiten), als auch Raum überbrücken, also Szenen aus verschiedenen Regionen der Erde gegenüberstellen.

Diese Form der Serienfotografie wird beispielsweise in der Chronofotografie genutzt. Eadweard Muybridge fotografierte u.a. 1872 für Leland Stanford die Bewegungsphasen eines trabenden Pferdes mit zunächst 12, dann 24 und schließlich 36 synchronisierten Fotoapparaten, wobei die wohl ersten Serienfotografien im engeren Sinne entstanden. Muybridges veröffentlichte seine Arbeiten in den Bänden Animal Locomotion und The Human Figure in Motion, die ausschließlich aus Bildtafeln mit Serienfotografien bestanden


thumb|left|600px|<em>Woman Walking Downstairs</em> aus <em>The Human Figure in Motion</em>. Diese Bildfolge regte <a href="/fotolexikon/artikel/Marcel_Duchamp" title ="Marcel Duchamp">Marcel Duchamp</a> zu dem Gemälde <em>Akt, eine Treppe herabsteigend</em> an.

Bildserie in einem Einzelbild

Die Einzelbilder einer Serie von Bildern können auf ein einziges Negativ bzw. Positiv belichtet werden; man spricht dann von einer Mehrfachbelichtung. Besonders beliebt ist hierbei die Kombination mit einem Stroboskopblitz, mit dem beispielsweise die einzelnen Phasen einer Bewegung in einem einzigen Bild festgehalten werden können.

Auch diese Form der Serienfotografie wird in der Chronofotografie genutzt. Étienne-Jules Mareys chronofotografische Flinte aus dem Jahr 1883 hielt beispielsweise eine ganze Serie von Belichtungen auf einer einzigen Platte fest.




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