Ausgehend von der ursprünglichen Bezeichnung für die Darstellung der Spektralfarben in Abhängigkeit von der Wellenlänge bzw. der Frequenz hat der Begriff Spektrum eine komplexere Bedeutung erlangt.
Im Besonderen werden unterschieden:
- allgemein: Die Gesamtheit der
- Teilgebiete (Sparten) eines Gebietes (der Wissenschaft, des Handels, der Arbeit, der Forschung u.a. ...)
- Bestandteile eines Gemisches (von Gasen, Flüssigkeiten, Festkörpern, Komponenten u.a.)
- in der Physik und Physikalischen Chemie das Ergebnis der Messwertverteilung einer Messgröße, speziell der Wellenlänge oder der Frequenz. Beispiele:
- Das elektromagnetische Spektrum, speziell das (Lichtspektrum)
- eine Energie-Intensitätsverteilung eines Teilchenstromes, z.B. ein Elektronenspektrum
- das Schallspektrum (siehe Akustik, Synthesizer, Vocoder, Formant, Vokaldreieck)
- das Massenspektrum eines Teilchenstrahls
- in der Nautik: Das Spektrum der Energiedichte von Schwerewellen als Seegangsspektrum, Brandungsspektrum
- in der Mathematik, speziell in der Algebra, bezeichnet man in der Theorie der K-Algebren als Spektrum eines Elementes a der K-Algebra A eine Teilmenge des Körpers K über dem die K-Algebra gebildet wurde. Nämlich genau diejenige Teilmenge des Körpers, die die Gleichung { z : z e - a besitzt keine Inverse } erfüllt.
- Speziell befasst sich die umfangreiche Spektraltheorie innerhalb der Operatortheorie mit dem Spektrum der Elemente von Banachalgebren. Diese Anwendung des Begriffes in der Algebra hat ihren Ursprung in der Quantentheorie, wo die physikalischen Grundgrössen wie Ort und Impuls als Operatoren einer Banachalgebra betrachtet werden können, wobei dem algebraischen Spektrum des Energieoperators in der Tat ein (farbiges) Wellenlängenspektrum in der physikalischen (realen) Welt entspricht.
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