Als Sucher bezeichnet man
- allgemein ein kleines Fernrohr mit großem Gesichtsfeld, welches mit einem größeren astronomischen Fernrohr derartig verbunden ist, daß die Achsen beider Instrumente genau parallel sind. Hierdurch wird die Auffindung eines Objekts am Himmel, welche mit dem großen Instrument allein wegen der Kleinheit seines Gesichtfeldes schwierig wäre, wesentlich erleichtert. Denn richtet man das Instrument so, daß der zu betrachtende Gegenstand in der Mitte des Gesichtsfeldes des Suchers erscheint, so wird er auch für das größere Fernrohr im Gesichtsfeld sich befinden.
- in der Fotografie eine Vorrichtung zum Anvisieren des aufzuzeichnenden Bildausschnitts des Motivs.
Typen
Grundsätzlich kann unterschieden werden zwischen
- Aufsichtsucher – Blick von oben auf den Sucher; Fotografieren aus Bauchperspektive;
- Duchsichtsucher – Blick durch den Sucher hindurch; Kamera vor dem Kopf.
Bei Spiegelreflexkameras wird unterschieden zwischen
- Lichtschachtsucher – seitenverkehrtes Sucherbild;
- Pentaprismensucher – seitenrichtiges Sucherbild
Bei Sucherkameras wird unterschieden zwischen
- Leuchtrahmensucher nach Albada – der einzige heute noch bedeutende Sucher;
- Meßsucher – ein optischer Sucher
Bei Boxkameras waren verschiedene Auf- und Durchsichtsucher in Verwendung, darunter
- Spiegelsucher mit Mattscheibe (Flachsucher);
- Brilliantsucher mit Sammellinsen;
- Drahtgittersucher – z.B. diverse EHO-Boxen von Emil Hofert;
- Durchsichtsucher oder Zielfernrohr-Durchsichtsucher (Newtonsucher bzw. Fernrohrsucher) – z.B. EHO Altissa aus dem Jahr 1935
Bei Digitalkameras werden folgende Suchertypen verwendet:
- Electronic View Finder (EVF) – ein elektronischer Sucher, z.B. bei der Konica Minolta Dimage A2, teilweise dreh- oder schwenkbar
- ein LCD als Substitut für einen parallaxenfreien Sucher, häufig dreh- und/oder schwenkbar;
- optische Sucher
Siehe auch
- Funktionsweise eines Fotoapparats
Dieser
Artikel von Wikipedia unterliegt der
GNU FDL
zurück zum Index