Tischstativ

Ein Tischstativ ist durch die leichte und handliche Konstruktion charakterisiert. Es wiegt entsprechend wenig und ist deshalb gut für das leichte Fotogepäck geeignet.

Konstruktion

thumb|300px|Tischstativ: Übersicht und typischer Einsatz Das abgebildete Stativ hat eine Höhe von nur 14 cm. Die Kamera wird in der Regel über einen Kugelkopf ausgerichtet.

Der Name Tischstativ deutet bereits an, dass zum optimalen Einsatz eines solchen Stativs eine geeignete Standfläche wie beispielsweise ein Tisch o. ä. empfehlenswert ist.

Die Abbildungen zeigen eine Sonderform: Dieses Tischstativ hat nicht nur drei anschraubbare Beine, um es auf einen Tisch zu stellen, sondern verfügt über zwei Alternativen dazu (dieses Zubehör wird im Griff verstaut):

  1. Eine kleine Schraubzwinge, mit der man es an einer Platte, Stange o. ä. festklemmen kann. So steht im Zweifelsfall die Kamera auch stabiler.
  2. Ein Dorn, mit dem das Stativ beispielsweise in einen Zaunpfahl eingeschraubt werden kann.

Ein Tischstativ eignet sich für Kompaktkameras bis maximal für eine Spiegelreflexkamera mit Standardobjektiv bzw. vergleichbare Videokameras. Die Standfestigkeit des Tischstativs insgesamt ist abhängig vom Winkel und Länge der Standbeine, dem Gewicht der Kamera, der Plazierung des Stativgewindes an der Kamera wie auch die Tragfähigkeit des Kugelkopfes.

Erfreulicherweise ist noch kein Kamerahersteller auf die Idee gekommen, das Stativgewinde im Rahmen der „Kundenbindung“ zu ändern, so dass man bisher alle Bauarten an allen Kameramodellen nutzen kann (bei manchen „modernen“ Kameras fehlt allerdings der Stativanschluß komplett). Andere typische Stativbauarten sind Dreibeinstativ, Einbeinstativ, Schulterstativ.

Praxis

Für ein Tischstativ gibt es folgende typische Einsatzgebiete:

  1. Vermeidung von Verwacklung bei langen Belichtungszeiten. Empfehlung: zusätzlicher Einsatz von Selbstauslöser oder Fernbedienung (Drahtauslöser).
  2. Aufnahmen mit Selbstauslöser, damit auch der Fotograf mal mit aufs Bild kommt. Außerdem können durch den Selbstauslöser auch Verwackler bei langen Belichtungszeiten vermieden werden.
  3. Alternative, wenn der Platz am Aufnahmeort für ein Dreibeinstativ nicht ausreicht.

Handschlaufe, Schulterriemen u. ä. sollte man zur zusätzlichen Sicherung der Kamera gegen Abstürze verwenden.



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