Verlängerungsfaktor

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Verlängerungsfaktor für die Belichtung

Filter

Bei der Verwendung von Filtern gibt es einen Verlängerungsfaktor für die Belichtungszeit. Bei TTL-Messung (through the lens, durch die Linse) wird dieser Faktor mitgemessen und somit automatisch berücksichtigt, sofern durch extreme Farbänderungen (z. B. beim Rot-Filter) keine Fehlmessungen des in die Kamera eingebauten Sensors, der auch auf ein bestimmtes Farbspektrum sensibilisiert ist, auftreten.

Zwischenringe, Balgen und Verstellung bei Fachkameras

Bei TTL-Messung (through the lens, durch die Linse) wird der Verlängerungsfaktor mitgemessen und somit automatisch berücksichtigt. Wenn jedoch mit einem externen (Hand)-Belichtungsmesser gearbeitet wird, ist zu berücksichtigen, dass mit zunehmender Entfernung des Objektivs von der Filmebene die Lichtmenge, die auf die Filmebene trifft, geringer wird. Die grundsätzlich für ein auf die Entfernung unendlich am Objektiv kalibrierten Blendenwerte würden nicht mehr stimmen, eine Belichtungskorrektur ist vorzunehmen.

Der Verlängerungsfaktor lässt sich berechnen aus:

Faktor = (Bildweite)² / (Brennweite)²

Unter Bildweite versteht man dabei den Abstand zwischen dem von einer optischen Linse oder einem Spiegel erzeugten Bild und der bildseitigen Hauptebene der Optik entlang der optischen Achse. Bei unendlicher Entfernung des Motivs von der Kamera ist die Bildweite gleich der Brennweite.

Extreme Belichtungszeiten

Sowohl auf extrem lange Belichtungszeiten (Schwarzschildeffekt) als auch kurze Belichtungszeiten reagieren Filme mit Unterbelichtungen.

Verlängerungsfaktor für Brennweite bei Vorsatzobjektiven

Die Brennweite eines Objektivs ist zusammen mit dem Format des verwendeten Films ein Maß für den Bildwinkel, den ein Objektiv aufnimmt. Sie ist eine feste Eigenschaft des Objektivs (bei Varioobjektiven kann man die Brennweite in bestimmten Grenzen ändern). Man kann jedoch durch die Verwendung spezieller Baugruppen (so genannter Konverter) die vorgesehene Brennweite von Objektiven variieren. Der Verlängerungsfaktor gibt die Zahl an, mit der die auf dem Objektiv aufgedruckte Brennweite zu multiplizieren ist, um die resultierende Brennweite zu erhalten.

Digitalkameras

Der Verlängerungsfaktor digitaler Kameras verändert nicht die tatsächliche Brennweite des Objektivs, sondern gibt den Wert an, mit dem man die tatsächliche Brennweite mulipizieren muss, um einen dem Kleinbild äquivalenten Bildausschnitt zu erhalten. Der richtige Ausdruck für den Verlängerungsfaktor ist Beschnitt des Blickfelds.

Verwendet man eine Kamera, deren Sensorfläche kleiner als das klassische Kleinbildformat ist, ergibt sich bei gleicher Brennweite ein unterschiedlicher Aufnahmewinkel und damit ein unterschiedlicher Bildausschnitt. Dadurch scheint die Brennweite bei kleineren Sensoren größer, wenn man ihren Bildwinkel mit dem größerer Formate (z.B. Kleinbild) vergleicht.

Verlängerungsfaktoren gängiger Sensorgrößen

Faktor Sensorgröße Auflösung
6,4 1/2,7" ca. 3 Megapixel
4,8 1/1,8" ca. 5 Megapixel
3,9 2/3" ca. 8 Megapixel
1,6 entsprechend APS ab 6 Megapixel
1 Vollformatsensor ab 6 Megapixel


Ähnliche Probleme traten beim Übergang von Groß- und Mittelformat- zu Kleinbildkameras auf. Anstelle eines "Verlängerungsfaktors" anzugeben, klassifiziert man sinnvollerweise die Kameraobjektive anhand ihres Bildwinkels im jeweiligen Format als Weitwinkel-, Normal- und Teleobjektiv. In diesen Begriffen sind die entsprechenden Brennweiten bereits berücksichtigt.

Beispiel:

Der Sensorchip bei den einer digitalen SLR ist um ca. den Faktor 1,5 kleiner als ein 24x36-mm-Negativ, also z. B. 23,5x15,7 mm. Wenn man nun ein Objektiv mit 100 mm Brennweite davorsetzt, so "sieht" der CDD-Chip nur einen Ausschnitt der Abbildung, die ein Kleinbildfilm sehen würde, nämlich genau die 23,5x15,7 mm. Wenn man einen solchen Ausschnitt mit einer Kamera mit einem 24x36-mm-Kleinbild-Film aufnehmen möchte, müsste man ein Objektiv nehmen, das eine entsprechend höhere Brennweite hat, nämlich genau um den Verlängerungsfaktor mehr (hier ca. 1,5, also 150 mm).

Oder anders ausgedrückt: eine Digitalkamera mit "Verlängerungsfaktor 1,5 liefert bei 100 mm den Bildauschnitt, den eine normale SLR erst bei einer Brennweite von 150 mm liefert.

Andere Werte, wie z. B. die Schärfentiefe, ändern sich analog, wenn man mit dem gleichen Objektiv aufnimmt, aber die Abbildungsfläche verändert.



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