Verwackeln

Eine fotografische Aufnahme verwackelt, wenn die Kamera im Laufe der Belichtung bewegt wird und die an der Kamera eingestellte Verschlusszeit lang genug ist, dass sich dieser Effekt durch verwackelte Darstellung im Foto bemerkbar macht.

Mit zunehmender Brennweite des Objektivs nimmt beim Fotografieren aus der Hand die Gefahr des Verwackelns zu.

Als Faustregel gilt, das die Verschlusszeit in etwa der Brennweite entsprechen sollte.

Beispiele:

Mit einem Objektiv mit 50 mm Brennweite kann man bei 1/60 Sekunde Belichtungszeit aus der Hand fotografieren. Ein Objektiv mit 250 mm Brennweite erfordert bereits eine Verschlusszeit von 1/250 Sekunde, um sicher aus der Hand fotografieren zu können (andere Erfahrungen ergeben eine "Verwacklungsgrenze" von 10 ms Belichtungszeit bei einer Brennweite von 370 mm (bei 35mm-Kleinbild-Kamera)).

Um Verwackeln zu vermeiden, sollte man bei langen Verschlusszeiten die Kamera auf ein Stativ oder mindestens auf eine feste Unterlage stellen.

Weiterhin ist es sinnvoll, bei langen Verschlusszeiten den Selbstauslöser oder einen Fernauslöser zu benutzen, da das Drücken des Auslösers bereits zum Verwackeln führen kann.

Bei großen Brennweiten und einer Belichtungszeit um eine Zehntelsekunde kann es alleine schon durch die Bewegung des Spiegels einer Spiegelreflexkamera zur Bewegung der Kamera kommen (trotz Stativ) und eine Unschärfe der Aufnahme hervorrufen. Mit Hilfe der Spiegelvorauslösung kann man dem begegnen.



Dieser Artikel von Wikipedia unterliegt der GNU FDL

zurück zum Index