Als Zelluloidfilm bezeichnet man einen fotografischen Film mit Zelluloid als Schichtträger für die lichtempfindliche fotografische Emulsion.
Als Erfinder des Zelluloidfilms wird häufig George Eastman genannt, was jedoch nicht korrekt ist; Eastman stellte erstmals 1891 (nach anderen Quellen: 1889) einen beschichteten Rollfilm auf Basis des von John Wesley Hyatt entwickeltes Celluloids vor, den so genannten American Film; diesen hatte er gemeinsam mit George Walker und Henry N. Reichenbach ab 1888 entwickelt. Eastmans American Film ist eine Weiterentwicklung des Stripping Film von 1884, einem Papierfilm.
Rollfilm auf Zelluluid-Basis hatte jedoch bereits 1887 der Geistliche Hannibal Goodwin für Edison erfunden und patentiert. Es folgte ein Rechtsstreit, der sich bis 1898 hinzug; in der Zwischenzeit baute Eastman sein fotografisches Imperium auf.
Nach einem langjährigen Prioritätsstreit wurde Goodwin das US-Patent am 13. September 1898 als zu Recht bestehend zuerkannt; Eastman mußte an Goodwin eine Entschädigung in Millionenhöhe zahlen, hatte in der Zwischenzeit jedoch die Fotoindustrie etabliert.
Der leicht entflammbare Zelluloidfilm wurde ab 1901 durch den schwer entflammbaren Sicherheitsfilm abgelöst.