Zoomobjektiv

Ein Zoomobjektiv oder kurz Zoom ist ein Objektiv mit variabler Brennweite.

Das Verstellen von Linsensegmenten (durch Drehen oder Verschieben eines Rings am Objektiv) bewirkt eine stufenlose Veränderung der Brennweite der Optik. Damit kann der Bildausschnitt exakt formatfüllend gewählt werden, wichtig insbesondere in der Diafotografie ohne große Nachbearbeitungsmöglichkeiten.

Zoomobjektive sind eine kostengünstige und gewichtssparende Alternative zu einem Satz von Objektiven mit fester Brennweite, die den Bereich vom Weitwinkel- und Teleobjektiven abdecken. Es gibt auch reine Weitwinkel- oder Telezooms. Eine Sonderform ist das Makrozoom für Nahaufnahmen. Zommobjektive sind auch eine gute Alternative wenn keine Zeit oder Gelegenheit (sandige Umgebung, Unterwasser etc.) für einen Objektivwechsel ist.

Im Gegensatz zu einem festbrennweitigen Objektiv wird nicht eine Brennweite, sondern der abgedeckte Brennweitenbereich auf dem Objektiv angegeben (z.B. 35-80 mm oder 80-200 mm)

Ihre Abbildungsleistung ist in der Regel schlechter als bei Objektiven mit einer Festbrennweite, da ihre Bauform einen Kompromiss der notwendigen Korrekturlinsen für die einzelnen Brennweiten darstellt. Außerdem sind Zoomobjektive in der Regel lichtschwächer, das heißt die minimale Blendenzahl ist größer. Typisch sind etwa 4,5-5,6 bei 28-100-mm-Objektiven (vereinzelt werden 2,8 bis 2,6 erreicht), wohingegen Festbrennweitenobjektive eine minimale Blendenzahl von 2,8 bis 1,4 (im Extremfall 1,0) erreichen. Zoomobjektive mit elektromechanischer Verstellung des Brennweitenbereichs nennen sich Power Zoom.

Siehe auch



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